Galicien soll bis 2030 zehn neue Umspannwerke erhalten; zudem sind 208 Kilometer zusätzliche Leitungen und 1,6 Gigawatt mehr Anschlusskapazität vorgesehen. Das geht aus der aktualisierten Planung 2025–2030 für das spanische Stromnetz hervor, die das Ministerium für den ökologischen Wandel und die demografische Herausforderung (MITECO) zur Konsultation gestellt hat. Gegenüber früheren Entwürfen ist das Leitungsplus um rund 22 Prozent angewachsen. Die zusätzlichen Kapazitäten zielen vor allem auf industrielle Abnehmer, darunter Projekte zur Produktion von Wasserstoff und Werke der Automobilzulieferindustrie, sowie auf die Integration erneuerbarer Erzeugung.
Konkrete Verfahrensschritte belegen, dass einzelne Vorhaben bereits über den Planungsstatus hinaus sind. Für die Anlage Abegondo 400 kV (400/220 kV) im Raum A Coruña erteilte die Dirección General de Política Energética y Minas im November 2025 die vorläufige Genehmigung und erklärte Teile des Projekts zur öffentlichen Nützlichkeit. Bekanntmachungen dazu erschienen im Boletín Oficial del Estado und im Amtsblatt Galiciens. Solche Verwaltungsakte markieren den Eintritt in das förmliche Genehmigungsverfahren und verringern Planungsunsicherheit für angrenzende Netzabschnitte.
Die Planung 2025–2030 entsteht im Zusammenspiel von MITECO und Red Eléctrica. Sie bündelt Netzausbau, Verstärkungen und Umspannwerke nach regionalem Bedarf und legt Prioritäten auf Korridore mit hohem Einspeise- und Lastzuwachs. Die tatsächlichen Inbetriebnahmen hängen jedoch von Umweltverträglichkeitsprüfungen, Anhörungen, Detailplanungen und weiteren Genehmigungen ab. Für einzelne Bauvorhaben nennt die Verwaltung daher noch keine festen Start- oder Endtermine.
Rechtlich wurde der Rahmen im Jahr 2026 präzisiert: Ein Real Decreto trat im Juli in Kraft und klärt Verfahrensfragen für Investitionspläne und Ausschreibungen. Aus Sicht der Industrie könnten die vorgesehenen 1,6 Gigawatt zusätzlicher Anschlusskapazität Projekte an energieintensiven Standorten erleichtern, zugleich aber neue Netzknotenpunkte und Leitungsbündelungen erforderlich machen. Kommunen und Bürgerinitiativen werden voraussichtlich einzelne Trassenführungen kritisch begleiten; die Behörden verweisen auf Konsultations- und Ausgleichsmechanismen im Verfahren.
Die jetzt kommunizierten Zahlen – zehn neue Umspannwerke, 208 Kilometer Leitungen und 1,6 Gigawatt zusätzliche Kapazität – entstammen der aktuellen nationalen Netzplanung und zugehörigen Bekanntmachungen. Sie sind eine belastbare Richtschnur für den Ausbau in Galicien, ersetzen aber nicht die späteren, projektbezogenen Ausführungsbeschlüsse. MITECO betont, dass Priorität auf der zügigen Anbindung industrieller Vorhaben und der Integration erneuerbarer Energien liegt, um Versorgungssicherheit und Standortqualität in der Region zu stärken.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).