Galicien

Galicien erhöht Forschungsbudget 2027 auf 110 Millionen Euro

Die Xunta de Galicia stellt 2027 mehr Mittel für Biotechnologie, Quanten und Künstliche Intelligenz bereit und baut die Rechenkapazitäten mit Finisterrae IV und der 1HealthAI‑Fabrik aus.

Santiago de Compostela, 30. Oktober 2026 – Die Xunta de Galicia hat die Planung für das Forschungs- und Innovationsbudget 2027 vorgelegt. Die Axencia Galega de Innovación (GAIN) soll 110 Millionen Euro erhalten, ein Plus von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Budget ist laut Regionalregierung auf Talentförderung, den Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Unternehmen, die Transferleistung aus der Forschung, die I+D‑Aktivitäten der Unternehmen sowie lokale Innovationspläne ausgerichtet. Mehr als 40 Millionen Euro sind gezielt für Vorhaben in Biotechnologie, Quantentechnologien und Künstlicher Intelligenz vorgesehen.

Zentraler Baustein ist der Ausbau der Hochleistungsrechenkapazitäten am Centro de Supercomputación de Galicia (Cesga). Neben dem neuen Supercomputer Finisterrae IV ist die Anschaffung eines weiteren Systems geplant, das der europäischen KI‑Fabrik 1HealthAI zugeordnet werden soll. Die Initiative verknüpft Anwendungen aus der menschlichen, tierischen und Umweltgesundheit; die Regionalregierung positioniert das Centro de Supercomputación de Galicia damit als Knoten in einem europäischen Netzwerk datenintensiver Forschung. Ausdrücklich genannt ist die Einbindung des neuen Systems in die 1HealthAI‑Struktur, zusätzlich zum am Cesga vorgesehenen Finisterrae IV.

Zur Förderung von „Deep‑Tech“-Kooperationen kündigt die Xunta neue Förderlinien an, die insbesondere kollaborative Projekte in Biotechnologie, Quantentechnologien und Künstlicher Intelligenz adressieren. Zuständig für die Ausgestaltung ist GAIN, die etablierte Programme fortführt und neue Aufrufe vorbereitet. Für die Personalgewinnung in der Wissenschaft sind 17,5 Millionen Euro über die Consellería de Educación, Ciencia, Innovación e FP eingeplant. Davon profitiert auch das Programm Oportunius, das nach Darstellung der Regionalregierung wissenschaftliche Karrieren in Galicien festigen soll und damit auf die Bindung und Rückgewinnung von Forschenden zielt.

Die Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Unternehmen wird mit 23 Millionen Euro ausgebaut. Fortgeführt und gestärkt werden Programme wie Nexos sowie gemischte Forschungseinheiten; zudem soll Vinnovate Impulse für gemeinsame Entwicklungsprojekte setzen. Eine neue Ausschreibung im Programm Ignicia Proba de Concepto ist vorgesehen, um aussichtsreiche Forschungsergebnisse auf dem Weg in den Markt zu unterstützen; bis zu zehn Ausgründungen oder Lizenzierungen sollen so vorbereitet werden können. Die Xunta betont, die Maßnahmen dienten der Stärkung des regionalen Innovationsökosystems und der besseren Einbindung Galiciens in europäische Verbünde. Konkrete Projektentscheidungen, Zeitpläne und Zuweisungen auf einzelne Vorhaben bleiben demnach den kommenden Ausschreibungen und Begutachtungen vorbehalten.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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