Kastilien und León

Fundación Siglo bietet 9. Januar 2027 als neuen Termin für Lorca-Stück in Valladolid an

Die Stiftung der Junta von Castilla y León nennt als Grund für die Aussetzung Sicherheits- und Umbauarbeiten in der Sala Experimental des Centro Cultural Miguel Delibes; die Theatergruppe Proyecto 43-2 hat Anzeige wegen möglicher…

Die Fundación Siglo für Tourismus und die Künste in Castilla y León hat nach der kurzfristigen Aussetzung einer Theateraufführung in Valladolid den 9. Januar 2027 als neuen Termin angeboten. Die für den 24. Oktober 2026 vorgesehene Aufführung des Stücks „Federico. No hay olvido, ni sueño: carne viva“ der Theatergruppe Proyecto 43-2 fand nach Angaben der Stiftung wegen unaufschiebbarer Maßnahmen an der Sala Experimental des Centro Cultural Miguel Delibes nicht statt. Die Direktorin der Fundación, Rebeca Arroyo, betonte, es handele sich um eine Suspendierung, nicht um eine Absage. Als Gründe nannte sie die Sicherung des Bühnenbodens, den Ausbau von Garderobenräumen und weitere technische Arbeiten, die in einem internen technischen Bericht dokumentiert seien.

Proyecto 43-2 widerspricht dieser Darstellung. Nach übereinstimmenden Medienberichten hat die Gruppe am 22. Oktober 2026 Anzeige bei der Staatsanwaltschaft in Valladolid erstattet. Sie verweist auf aus ihrer Sicht widersprüchliche Begründungen und bemängelt fehlende oder unzureichende Alternativangebote. Zudem seien andere Säle des Centro Cultural Miguel Delibes am betroffenen Tag ungenutzt geblieben. Die Gruppe ordnet die Entscheidung in aktuelle politische Debatten über „ideologische Neutralität“ in der Kulturförderung ein und fordert Einsicht in die technischen Unterlagen, bevor sie einem neuen Termin zustimmt.

Die Fundación Siglo erklärt, man habe der Theatergruppe und der veranstaltenden Vereinigung Artesa den 9. Januar 2027 als „erste verfügbare“ Option unterbreitet und lege oberste Priorität auf die Sicherheit der Künstlerinnen und Künstler. Der schriftliche Vorschlag sei per Burofax übermittelt worden. Proyecto 43-2 bestätigt den Eingang, kritisiert jedoch fehlende Verhandlungsbereitschaft und beharrt auf einer nachvollziehbaren Begründung der Bauarbeiten sowie einer Prüfung möglicher politischer Einflussnahme. Unabhängige regionale Medien geben beide Positionen wieder.

Der Vorgang hat in Valladolid eine politische Debatte ausgelöst. Im Raum stehen Fragen nach der Vergabepraxis öffentlicher Bühnen, nach vertraglichen Pflichten von Kulturinstitutionen und nach der Abwägung technischer Notwendigkeiten gegenüber dem Vorwurf ideologischer Steuerung. Feststellungen von Gerichten oder Behörden liegen bisher nicht vor; die rechtliche Prüfung der Anzeige in Valladolid dauert an. Für den angebotenen Ersatztermin im Januar 2027 gibt es von Seiten der Theatergruppe bislang keine öffentliche Zusage.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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