Politik

Frente Amplio weist offene Vorwahlen von Podemos zurück und lädt zu Verhandlungen ein

Am 5. Oktober 2026 lehnte das neue Bündnis Frente Amplio den Vorschlag von Podemos für offene Vorwahlen am 14. und 15. Oktober ab und verwies auf Gespräche innerhalb der Allianz; die Spitzenkandidatur soll in…

Das neue Linksbündnis Frente Amplio hat am 5. Oktober 2026 den von Podemos vorgeschlagenen Zeitplan für offene Vorwahlen (primarias) am 14. und 15. Oktober zurückgewiesen und stattdessen auf direkte Verhandlungen verwiesen. „Wir werden diese Debatte nicht über die Medien führen. Wenn jemand einen Vorschlag machen will, hier ist der Stuhl“, sagte Kulturminister Ernest Urtasun. Jede Verständigung setze voraus, dass sich Podemos dem bereits aufgebauten Bündnis anschließe, hieß es aus dem Umfeld von Frente Amplio.

Podemos hatte zuvor gefordert, die Listen über offene Vorwahlen zu bestimmen. Parteivertreterin Irene Montero argumentierte, nur so ließen sich breit getragene Kandidaturen sichern. Frente Amplio, das aus der bisherigen Plattform Sumar hervorgegangen ist, hält dagegen am eigenen Fahrplan fest. Nach Angaben aus der Allianz soll die Spitzenkandidatur „in den nächsten Tagen“ feststehen; interne Planungen sehen den 17. Oktober für die offizielle Vorstellung vor. Dieses Datum wurde am Montag von mehreren Medien übereinstimmend genannt.

Als mögliche Kandidatin wird Mónica García gehandelt. Die Regionalpolitikerin ließ offen, ob sie antritt, und erklärte, sie sei bereit, „das Notwendige zu tun“, sofern die beteiligten Kräfte sie vorschlagen. Eine Entscheidung liegt nach Darstellung der beteiligten Parteien bei der neuen Allianz und den dort gebundenen Verfahren. Belastbare Hinweise darauf, dass bereits eine endgültige Festlegung getroffen wurde, liegen nicht vor.

Der Konflikt dreht sich in erster Linie um das Verfahren und den Zeitpunkt: Podemos drängt auf kurzfristige offene Vorwahlen, während Frente Amplio Ruhe in den internen Abstimmungen und geschlossene Reihen vor den gesetzlichen Fristen zur Registrierung von Wahlbündnissen anstrebt. Urtasuns Einladung an Podemos („hier ist der Stuhl“) signalisiert Gesprächsbereitschaft, aber keine Abkehr von der Bedingung, die Kandidaturen innerhalb der entstehenden Allianz zu klären.

Politisch markiert der Streit eine erneute Abgrenzung zwischen Podemos und dem erweiterten Umfeld von Sumar, das mit dem Namen Frente Amplio eine breitere Ansammlung linker Kräfte in Spanien bündeln will. Welche Folgen das Ringen um Verfahren und Marke für die Mobilisierung und die spätere Listenbildung hat, ist offen. Faktisch stehen derzeit die Positionen: Podemos setzt auf offene Vorwahlen am 14. und 15. Oktober, Frente Amplio auf eine Einigung innerhalb der Allianz und die Bekanntgabe der Spitzenkandidatur bis zum 17. Oktober.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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