Murcia

Francisco Lucas fordert in Murcia stärkere Schutzregeln für Mieterinnen und Mieter

Der Generalsekretär der PSRM-PSOE, Francisco Lucas, hat in Murcia schärfere Maßnahmen gegen steigende Mieten und die Blockade von Wohnungsdekreten durch den Partido Popular kritisiert.

Kurzmeldung

Murcia, 3. Oktober 2026. Francisco Lucas, Generalsekretär der PSRM-PSOE, hat am Samstag in Murcia junge Menschen und Familien angesprochen und für weitergehende Eingriffe in den Wohnungsmarkt geworben. Lucas stellte die Lage in der Region als angespannt dar und kritisierte, dass die Abgeordneten des Partido Popular im Congreso de los Diputados gegen zwei jüngst erlassene Dekrete gestimmt hätten, die nach Ansicht der Sozialisten den Mieterschutz stärken sollen.

Kernpunkt der Debatte ist das Real Decreto-ley 26/2026, das die Zentralregierung Ende September verabschiedet hat und das unter anderem eine außerordentliche Verlängerung bestimmter Mietverträge sowie zusätzliche Schutzregeln für besonders verletzliche Haushalte vorsieht. Das Dekret ist in Kraft getreten; seine endgültige Bestätigung liegt aber beim Congreso de los Diputados. Lucas behauptete, die Ablehnung durch den Partido Popular schade mehr als 120.000 Menschen in der Region, die sich sonst der vorgesehenen Verlängerungen hätten bedienen können. Diese Zahl bezeichnete er als Grundlage für seine Kritik an der regionalen Politik.

Der Generalsekretär richtete seine Vorwürfe auch direkt an die Regionalregierung: Er warf Präsident Fernando López Miras vor, die Interessen großer Eigentümer über den Schutz der Mieterinnen und Mieter zu stellen. Lucas kündigte an, den Dialog mit Verbänden, Jugendorganisationen und zivilgesellschaftlichen Gruppen in der Region fortzusetzen, um aus diesen Gesprächen konkrete Vorschläge zu entwickeln. Vorgeschlagen wurden Beschränkungen von Mietsteigerungen in angespannten Märkten, der Ausbau sozialer Wohnangebote und Beschleunigungen bei Genehmigungsverfahren für Neubau und Sanierung.

Der Auftritt in Murcia ist Teil einer landesweiten Auseinandersetzung über Instrumente gegen die Wohnkostenkrise. Während das Real Decreto-ley 26/2026 kurzfristig Mieterrechte stärken will, warnen wirtschaftsliberale Stimmen vor negativen Folgen für das Wohnungsangebot. Ob und in welcher Form die Maßnahmen nach der parlamentarischen Debatte Bestand haben, entscheidet sich in den kommenden Wochen im Congreso de los Diputados.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk