Wirtschaft

Fischerei in Spanien nennt 20-Cent-Hilfe zu wenig und verlangt Verdopplung

Die Regierung hat die Beihilfe von 20 Cent pro Liter für Dieselkraftstoff in der Fischerei bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Der Verband Cepesca hält das für unzureichend, fordert 40 Cent und eine Abwicklung…

Die spanische Regierung hat die Beihilfe von 20 Cent je Liter für Dieselkraftstoff in der Fischerei bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Der Branchenverband Cepesca bewertet den Schritt als notwendig, aber unzureichend. Generalsekretär Javier Garat fordert mindestens 40 Cent pro Liter und eine Neuausrichtung des Systems.

Garat kritisiert, dass Teile der Flotte wirtschaftlich am Limit seien und die jetzt beschlossene Verlängerung die Belastung nur dämpfe. Zudem gebe es Rückstände bei der Auszahlung: Einige Unternehmen hätten die Unterstützung für März und April noch nicht erhalten. Er schließt branchenseitige Proteste nicht aus, betont aber, dass es vorrangig um Planungssicherheit und wirksame Entlastung gehe.

Kern der Forderung ist eine Abrechnung nach realem Verbrauch jeder einzelnen Einheit und die unmittelbare Anwendung der Beihilfe an der Zapfsäule. Das derzeitige Verfahren bemisst die Kompensation nach der Encuesta Económica de Pesca Marítima, die das Ministerio de Agricultura erstellt. Nach Verbandsangaben führt dies dazu, dass die tatsächlichen Treibstoffmengen und Kostenschwankungen einzelner Boote nicht präzise abgebildet werden und Betriebe Liquiditätsrisiken tragen.

Die Verlängerung reiht sich in ähnliche Maßnahmen für landwirtschaftlichen Dieselkraftstoff ein. Beide Sektoren leiden überproportional unter volatilen Energiepreisen, weil der Treibstoffanteil an den Gesamtkosten hoch ist und Preissteigerungen nur zeitverzögert über den Absatz kompensiert werden können. Vertreter der Flotte warnen deshalb, dass ohne stärkere Entlastung vermehrt Liegezeiten drohen und Fangreisen verkürzt werden könnten. Das hätte Folgen für Erträge, Beschäftigung in Küstenregionen und für vorgelagerte Dienste wie Werften, Versorgung und Logistik.

Die Regierung verweist nach Angaben aus Branchen- und Medienkreisen darauf, mit der Verlängerung kurzfristig Planungssicherheit zu schaffen. Über die konkrete Abwicklung informiert sie in der Regel per ministeriellen Anordnungen. Cepesca hält dagegen, dass eine pauschale 20-Cent-Regel dem starken Preisauftrieb der vergangenen Monate nicht mehr gerecht werde und fordert deshalb eine Anhebung auf 40 Cent, bis die Kostenlage sich stabilisiert hat.

Offen ist, ob die Verwaltung das Verfahren kurzfristig anpasst. Der Verband drängt auf eine Lösung, die zielgenauer, zügiger und administrativ schlanker ist als die bisherige Praxis. Für die Betriebe ist entscheidend, dass Unterstützung planbar ankommt und Treibstoffkosten kalkulierbar bleiben – andernfalls drohen Ausfälle in einer für Spanien wirtschaftlich und regional wichtigen Branche.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk