Bei einem Einsatz zur Brandbekämpfung hat die Feuerwehr der Stadt Ceuta am 24. September 2026 ein improvisiertes Lager in stillgelegten Militärtunneln unter der Stadt entdeckt. Nach Angaben der Einsatzkräfte verbindet das betroffene Stollensystem die Strandzone El Sarchal mit dem Campus der Universidad de Granada in Ceuta. Beim Eintreffen fanden die Feuerwehrleute Matratzen, Kochgeschirr, Nahrungsvorräte und aufblasbare Rettungsinseln sowie deutliche Spuren eines kürzlich ausgebrochenen Feuers; angetroffen wurde zu diesem Zeitpunkt niemand.
Mehrere Medien berichten übereinstimmend, die Tunnel seien ursprünglich militärisch genutzt worden und ihre Zugänge seit Jahren verschlossen gewesen. Laut Feuerwehrhinweisen wurde mindestens eine Mauer aufgebrochen, um Zugang zu den unterirdischen Räumen zu erhalten. Einschätzungen zur möglichen Belegung gehen auseinander: Vor Ort war teils von „Dutzenden“ bis „mehreren Hundert“ Plätzen die Rede. Verifizierte Zählungen liegen bislang nicht vor.
Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Nach Medienberichten wurden im Umfeld der Entdeckung drei Personen festgenommen, die verdächtigt werden, Räume oder Wohnungen zur Verbergung von Migranten bereitgestellt zu haben. Offizielle Stellen bestätigten die Ermittlungen, machten zu Haftgründen und zum Stand des Verfahrens jedoch zunächst keine detaillierten Angaben. Gesichert ist, dass sich die Untersuchungen sowohl auf die Ursachen des Brandes als auch auf mögliche Netzwerke richten, die von der prekären Lage Schutzsuchender profitieren könnten.
Der Fund fällt in eine Phase angespannter Aufnahmestrukturen in der spanischen Exklave. Seit einem starken Anstieg der Grenzübertritte Ende Juli 2026 registrieren Behörden und Hilfsorganisationen eine Zunahme informeller Unterkünfte. Einsatzkräfte warnen vor erheblichen Risiken in verlassenen oder ungesicherten Anlagen: mangelnde Belüftung, Brandgefahr, fehlende Fluchtwege und hygienische Gefahren. Die Entdeckung der Tunnelunterkunft hat die Debatte über Unterbringungskapazitäten, die Sicherung stillgelegter Infrastruktur und präventive Kontrollen neu belebt.
Zahlen zur aktuellen Gesamtzahl der in Ceuta ankommenden Menschen und zur Nutzung unterirdischer Räume schwanken je nach Quelle. Nachprüfbar ist hingegen, dass die Feuerwehr der Stadt Ceuta das Lager im Zuge eines realen Brandalarms entdeckte und die Polizei unmittelbar danach Ermittlungen aufnahm. Weitere behördliche Entscheidungen zur Absicherung der Zugänge und zu möglichen strafrechtlichen Konsequenzen stehen noch aus.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).