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Feijóo und Abascal nehmen Jordi Wilds Podcast-Einladung an – Sánchez schweigt

Die Chefs von Partido Popular und Vox sagen Interviews bei The Wild Project zu. Regierungschef Pedro Sánchez hat die Einladung des Podcasters Jordi Wild bislang nicht kommentiert.

Die Oppositionsführer Alberto Núñez Feijóo (Partido Popular) und Santiago Abascal (Vox) haben am Freitag die Einladung des Podcasters Jordi Wild zu Wahlinterviews in dessen Format The Wild Project angenommen. Ministerpräsident Pedro Sánchez reagierte zunächst nicht öffentlich auf die Offerte. Das teilten die Politiker in kurzen Botschaften in sozialen Netzwerken mit, spanische Medien dokumentierten die Zusagen.

Jordi Wild hatte angekündigt, mit Blick auf die anstehenden Parlamentswahlen eine Sonderreihe mit Spitzenkandidaten zu produzieren. Nach seinen Angaben sollen die Gespräche unter einheitlichen Bedingungen stattfinden: persönliche Teilnahme im Studio und Antworten ohne vorherige Einsicht in die Fragen. In einer früheren Ankündigung hatte Wild zudem betont, er wolle entweder alle relevanten Kandidaten oder keinen interviewen.

Feijóo erklärte öffentlich, er setze sich „wann du willst“ mit Wild zusammen, und verband dies mit der Aussage, Spanien brauche eine „nationale Erneuerung“, für die er einen Plan habe. Abascal schrieb auf der Plattform X: „Cuenta conmigo, Jordi Wild.“ Termine, Dauer oder Ausstrahlungsmodus der Gespräche nannte zunächst keiner der Beteiligten.

Die Zusagen markieren einen weiteren Schritt der Parteien in reichweitenstarke Digitalformate. The Wild Project zählt zu den erfolgreichsten spanischsprachigen Podcasts und adressiert vor allem jüngere, internetaffine Zielgruppen. Für Feijóo und Abascal eröffnet die Teilnahme die Möglichkeit, jenseits klassischer Fernsehdebatten Publikum zu erreichen. Zugleich birgt der weniger formalisierte Rahmen Risiken: Spontane Antworten und eine unvorhersehbare Dramaturgie können strategische Botschaften erschweren.

Aus dem Umfeld von Pedro Sánchez lag am Freitag zunächst keine Stellungnahme zu der Einladung vor. Ob der Regierungschef und PSOE-Vorsitzende in das Format geht, blieb damit offen. Sollte Sánchez verzichten, könnte dies nach Einschätzung von Beobachtern als entgangene Chance gewertet werden; eine Teilnahme aller großen Parteien würde hingegen den politischen Stellenwert des Podcasts weiter erhöhen. Solche Bewertungen sind jedoch umstritten und hängen wesentlich davon ab, wie die Gespräche konzipiert und geführt werden.

Unklar blieb zudem, ob sich weitere Parteien beteiligen. Auch zur Frage, ob alle Interviews unter denselben zeitlichen und organisatorischen Voraussetzungen stattfinden, lagen zunächst keine bestätigten Angaben vor. Medienberichte verweisen lediglich auf die von Wild skizzierten Grundbedingungen und die öffentlichen Antworten von Feijóo und Abascal.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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