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Feijóo sagt Rentenanpassung an Verbraucherpreise zu und schließt Reformen nicht aus

Alberto Núñez Feijóo hat in Brüssel zugesagt, laufende Renten an den Verbraucherpreisindex anzupassen. Konkrete Gesetzespläne oder die Finanzierung nannte der PP-Chef nicht; die Regierung unter Pedro Sánchez widersprach umgehend.

Alberto Núñez Feijóo, Vorsitzender des Partido Popular, hat am 15. Oktober 2026 in Brüssel zugesagt, laufende Renten „conforme al IPC“, also entsprechend dem Verbraucherpreisindex, anzuheben. Zugleich schloss er weitergehende Reformen nicht aus. Konkrete Entwürfe, Fristen oder eine Gegenfinanzierung legte er nicht vor. Über die Erklärung berichteten unter anderem EFE und Europa Press.

Die Regierung von Pedro Sánchez wies die Ankündigung zurück und warf der Opposition vor, Zusagen ohne belastbare Berechnungen zu machen. Aus Regierungskreisen hieß es, das geltende Recht sichere die jährliche Anpassung bereits ab; die Exekutive werde daran festhalten. Der PP konterte, man wolle die Kaufkraft der heutigen Rentner schützen und zugleich die Tragfähigkeit für Jüngere sichern. Der wirtschaftspolitische Sprecher der Partei, Juan Bravo, bekräftigte laut Europa Press die „Revalorisierung“ an die Inflation als grundsätzlich richtig, verwies aber auf die Abhängigkeit von konjunkturellen Rahmenbedingungen.

Hintergrund ist die seit Jahren kontroverse Debatte um die Entwicklung der Renten in Spanien. 2021 wurde die jährliche Anpassung an die durchschnittliche Inflation gesetzlich verankert. 2023 folgten weitere Änderungen an der Finanzierungsarchitektur, darunter der Mechanismus zur intergenerationalen Ausgewogenheit. Kritiker bemängeln jedoch, dass bei anhaltend hoher Teuerung die Beitrags- und Steuerlast stark steigen könnte. Befürworter betonen dagegen die Notwendigkeit, die reale Kaufkraft der Pensionierten zu sichern.

Feijóos Vorstoß zielt erkennbar darauf, den Vorwurf zu entkräften, der Partido Popular wolle den Schutz gegen Kaufkraftverluste aufweichen. Zugleich lässt die Partei Spielraum für strukturelle Eingriffe in das „Sistema público de pensiones“, etwa bei Anreizen für längeres Arbeiten, bei Beitragsbemessung oder Zusatzvorsorge. Was davon politisch durchsetzbar ist, hängt von Mehrheiten im Kongress, der Wirtschaftslage und den europäischen Haushaltsleitplanken ab.

Bewertung: Die Aussage Feijóos ist ein politisches Versprechen, keine rechtsverbindliche Maßnahme. Sie knüpft an bestehendes Recht an, ohne einen neuen Mechanismus zu definieren. Ob die Anpassung „conforme al IPC“ dauerhaft unverändert bleibt oder Teil eines umfassenderen Rentenpakets wird, ist offen. Klar ist nur: Jede Reform muss den Schutz vor Kaufkraftverlusten mit der langfristigen Finanzierbarkeit des Systems austarieren – ein Konflikt, der Spaniens Sozialpolitik auch über den aktuellen Anlass hinaus prägen wird.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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