Wirtschaft

Europäische Zentralbank meldet Quartals-Neubewertung im Wochenstatus zum 2. Oktober 2026

Die Europäische Zentralbank hat ihren konsolidierten Wochenstatus veröffentlicht. Haupttreiber sind die quartalsweisen Neubewertungen; die wöchentlichen Veränderungen bleiben gering.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am 7. Oktober 2026 den konsolidierten Finanzstatus des Eurosystems zum Stichtag 2. Oktober 2026 vorgelegt. Prägend für das Berichtsblatt sind die turnusmäßigen quartalsweisen Neubewertungen von Gold- und Devisenbeständen; die wöchentlichen Bewegungen in zentralen Bilanzpositionen fielen gering aus.

Bei den ausgewiesenen Posten stieg die Position Gold und goldbezogene Rechte infolge der Neubewertung um 53,4 Millionen Euro. Die Netto-Devisenposition belief sich auf 350,3 Milliarden Euro und verringerte sich zur Vorwoche um 0,1 Millionen Euro. Die Netto-Position aus Offenmarktgeschäften und ständigen Fazilitäten verbesserte sich um 5,9 Millionen Euro auf minus 1.921,6 Millionen Euro. Das Basisgeld sank um 3,2 Millionen Euro auf 3.922,4 Milliarden Euro.

In der Tabelle zu den Portfolios für geldpolitische Zwecke weist die EZB die Bestände per 2. Oktober 2026 aus. Demnach betragen die Buchwerte: Programm zum Ankauf öffentlicher Wertpapiere (PSPP) 1.654,8 Milliarden Euro, Pandemie-Notfallankaufprogramm (PEPP) 1.275,4 Milliarden Euro, drittes Ankaufprogramm für gedeckte Schuldverschreibungen (CBPP3) 185,6 Milliarden Euro und Programm zum Ankauf von Unternehmensanleihen (CSPP) 213,5 Milliarden Euro. Wöchentliche Veränderungen resultieren überwiegend aus Amortisationen, kleineren Anpassungen und der separaten Verbuchung der Neubewertungen.

Für die quartalsbezogene Neubewertung nennt die EZB folgende Bewertungsgrößen: Goldpreis 3.688,860 Euro je Feinunze, US‑Dollar‑Kurs 1,1355 je Euro, japanischer Yen 178,27 je Euro, chinesischer Renminbi 7,6130 je Euro sowie der Kurs des Sonderziehungsrechts 1,1973 Euro je DEG. Diese Parameter flossen in die Marktbewertungen der einschlägigen Bilanzpositionen ein.

Die gemeldeten Änderungen sind quantitativ klein und spiegeln vor allem marktinduzierte Neubewertungen sowie planmäßige Tilgungen in den geldpolitischen Portfolios wider. Der Wochenstatus ist ein standardisiertes Instrument zur zeitnahen Abbildung der Bilanzlage des Eurosystems. Er ändert weder die geldpolitische Ausrichtung noch die eingesetzten Instrumente der EZB, bietet aber ein aktuelles Bild der bilanziellen Entwicklung per 2. Oktober 2026. Zugeschriebene Effekte auf Zinsen oder Liquiditätssteuerung enthält die Mitteilung nicht; eine geldpolitische Bewertung bleibt den regulären Beschlüssen des EZB-Rats vorbehalten.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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