Die Ertzaintza kündigt für den Zeitraum vom 26. Oktober bis 1. November 2026 verstärkte Alkohol- und Drogenkontrollen auf den Straßen des Baskenlandes an. Die Maßnahme erfolgt in Koordination mit den örtlichen Polizeien und ist Teil des vom Gobierno Vasco für 2026 geplanten Kalenders mit 33 Kampagnen zur Verkehrsüberwachung. Die Ankündigung wurde am 25. Oktober über Irekia veröffentlicht.
Rechtsgrundlage sind die spanische Ley de Seguridad Vial und der Reglamento General de Circulación. Demnach ist es verpflichtend, sich den Kontrollen zu unterziehen, wenn die Polizei dazu auffordert. Eine Weigerung kann als mutmaßliche Straftat gegen die Verkehrssicherheit gewertet werden und führt in der Regel zur Fahrzeugstilllegung, sofern kein nüchterner Ersatzfahrer zur Verfügung steht.
Beim Atemalkoholtest werden zwei Messungen im Abstand von mindestens zehn Minuten vorgenommen. Nach Abzug der Messtoleranzen gilt: Unter 0,25 Milligramm Alkohol pro Liter Atemluft (0,15 mg/l für Berufskraftfahrerinnen und -fahrer sowie Führerscheinneulinge mit weniger als zwei Jahren Fahrpraxis) darf die Fahrt fortgesetzt werden. Liegt der Wert über 0,25 mg/l (bzw. 0,15 mg/l) und unter 0,60 mg/l, liegt eine Ordnungswidrigkeit vor. Ab 0,60 mg/l handelt es sich um eine Straftat. Auf Wunsch der betroffenen Person oder bei richterlicher Anordnung kann zur Gegenprobe bevorzugt ein Bluttest durch medizinisches Personal durchgeführt werden.
Die Sanktionen bei positivem Atemalkohol fallen gestaffelt aus: Als sehr schwere Ordnungswidrigkeit werden 500 Euro und der Abzug von vier Punkten verhängt, wenn der Wert höchstens 0,50 mg/l beträgt. Bei mehr als 0,50 mg/l und höchstens 0,60 mg/l werden 1.000 Euro und sechs Punkte fällig. Zeigen Beamtinnen oder Beamte deutliche alkoholbedingte Ausfallerscheinungen, kann unabhängig vom Messwert ein Delikt wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss angenommen werden.
Drogentests erfolgen per Speichelprobe; ein positiver Schnelltest wird im Labor bestätigt. Wird das Ergebnis belegt, liegt eine sehr schwere Ordnungswidrigkeit vor, die mit 1.000 Euro und sechs Punkten geahndet wird.
Im Vorjahr führte die Ertzaintza im Rahmen der Kampagnen 1.325 Kontrollaktionen mit insgesamt 9.751 Tests durch; 485 Ergebnisse waren positiv, was rund fünf Prozent entspricht. Konkrete Einsatzorte während der Kontrollwoche nennt die Polizei nicht; Auswertungen zu Anzahl der Verstöße werden üblicherweise im Nachgang veröffentlicht.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).