Baskenland

Emakunde und Euskalit erweitern Suchtool: 122 Praxisbeispiele zur Gleichstellung

In der Semana Europea de la Gestión Avanzada haben Emakunde und Euskalit ihren Buscador de buenas prácticas en gestión auf 122 Einträge ausgebaut.

Emakunde und Euskalit haben in der Semana Europea de la Gestión Avanzada den Ausbau ihres Buscador de buenas prácticas en gestión bekanntgegeben: Die Sammlung an dokumentierten Verfahren zur Verankerung von Gleichstellung in Organisationen umfasst nun 122 Praxisbeispiele. Die Veranstaltung wurde am Morgen von der Emakunde-Direktorin Miren Elgarresta und dem Euskalit-Direktor Fernando Sierra eröffnet.

Neu aufgenommen wurden unter anderem Erfahrungen der öffentlichen Wasseragentur URA, der Organisationen Gautena, OSI Uribe, Fundación Alday, Eroski, Urgatzi, Zubietxe, Elhuyar, Aspace, Orona, Lea Artibai und Lantegi Batuak. Nach Angaben der Ausrichter soll der Überblick Unternehmen und Einrichtungen ermöglichen, erprobte Prozesse zu übernehmen und auf die eigene Struktur anzupassen.

Der Buscador de buenas prácticas en gestión ist seit rund einem Jahrzehnt das gemeinsame Schaufenster beider Institutionen für organisatorische Lösungen mit nachweisbar positiver Wirkung auf Gleichstellung. Neben Fallbeschreibungen stellt die Sammlung arbeitsnahe Hilfsmittel bereit, darunter das Modell der Gestión Avanzada und die Guía para un Aporte de Valor a la Gestión desde la Perspectiva de Género. Emakunde und Euskalit führen die Kooperation darauf zurück, dass Werkzeuge und verständlich dokumentierte Beispiele eine größere Hebelwirkung entfalten als allgemeine Absichtserklärungen.

In der Rückschau auf zehn Jahre Zusammenarbeit ordneten Fachkräfte von Euskalit und Emakunde die Praxisbeispiele thematisch: Transparenz bei Entgelten, Beteiligungsformate für Gleichstellung, die Verknüpfung von Gleichstellung und Wettbewerbsfähigkeit, Gleichstellung in Innovationsprozessen, Prävention geschlechtsspezifischer Gewalt am Arbeitsplatz sowie die Verringerung von Lohn- und Rentenlücken und ein ausgewogener Umgang mit Arbeits- und Sorgezeiten. Dabei wurde klargestellt, dass die Sammlung kuratiert ist und sich auf belastbare Ergebnisse in einzelnen Organisationen stützt; allgemeine Wirkungsaussagen bedürfen weiterhin eigenständiger Evaluationen.

Als Arbeitsblock der Tagung organisierten die Träger ein Labor für den Transfer: Teilnehmende wählten eine konkrete gute Praxis aus, analysierten deren Voraussetzungen und skizzierten Anpassungen für andere Kontexte. Ziel war es, Hürden bei der Übertragbarkeit sichtbar zu machen und skalierbare Schritte festzulegen.

Die Initiative ist im wirtschaftlichen und institutionellen Umfeld des Baskenlands verankert. Euskalit unterstützt seit Jahren die Verbreitung der Gestión Avanzada in Betrieben und Verwaltungen, während Emakunde Gleichstellungspolitik mit Organisationsentwicklung verzahnt. Aus Sicht der Veranstalter stärkt das Zusammenspiel von Beispielsammlungen, Leitfäden und Netzwerktreffen die Umsetzungskraft in Unternehmen und Einrichtungen. Ob und in welchem Umfang dies messbar zu mehr Gleichstellung führt, wird an künftigen Auswertungen der beteiligten Organisationen zu prüfen sein.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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