Aktuell

Einsatzkräfte finden toten Landwirt in der Marjal de Pego-Oliva nach Unwetter Adam

In der Marjal de Pego-Oliva ist die Leiche eines Landwirts entdeckt worden. Die Behörden prüfen, ob sein Tod auf die DANA Adam zurückgeht; bisher sind vier Unwettertote bestätigt.

In der Marjal de Pego-Oliva haben Rettungskräfte am 20. Oktober 2026 den Leichnam eines Landwirts gefunden. Das bestätigten mit dem Fall vertraute Stellen der Nachrichtenagentur EFE. Polizei und Gerichtsmedizin untersuchen, ob der Tod in unmittelbarem Zusammenhang mit der DANA Adam steht. Sollte sich dieser Bezug bestätigen, stiege die Zahl der Todesopfer dieses Unwetters auf fünf. Bislang haben die Behörden vier Todesfälle im Zusammenhang mit dem Starkregen in der Comunitat Valenciana und in Katalonien bestätigt.

Die Marjal de Pego-Oliva, ein geschütztes Feuchtgebiet an der Grenze der Provinzen Valencia und Alicante, zählt zu den am schwersten getroffenen Zonen. Innerhalb weniger Stunden fielen laut regionalen Angaben historisch hohe Regenmengen von teils bis zu 720 Millimetern. Weite Flächen wurden überflutet, Straßen und Häuser beschädigt und landwirtschaftliche Kulturen in Mitleidenschaft gezogen.

Seit dem Wochenende sind lokale Einsatzkräfte, die Unidad Militar de Emergencias und zivile Rettungsdienste in der Region im Dauereinsatz: Sie evakuierten Anwohnerinnen und Anwohner, suchten nach Vermissten, pumpten Wasser ab und sicherten kritische Infrastruktur. In Oliva, einem besonders betroffenen Ort in der Comarca La Safor, hatte die Unidad Militar de Emergencias bereits am 19. Oktober die Leiche einer Frau im höheren Lebensalter geborgen. Ebenfalls in Oliva starb ein 64-jähriger Mann in einem Campingbereich; nach ersten Angaben könnte ein Herzversagen vorgelegen haben. Die Guardia Civil koordiniert die Ermittlungen an den Einsatzorten.

Zum nun entdeckten Todesfall in der Marjal de Pego-Oliva machten die Behörden bis Redaktionsschluss keine näheren Angaben zur Identität oder zur vorläufigen Todesursache. Forensische Untersuchungen sollen klären, ob es sich um eine unmittelbare Folge der Überflutungen handelt oder um andere Ursachen. Offizielle Einstufungen dieser Art erfolgen in Spanien üblicherweise erst nach Abschluss der Untersuchungen.

Die Landesregierung der Comunitat Valenciana und die betroffenen Rathäuser bereiten derweil Schadensbilanzen vor. Erste Meldungen aus der Landwirtschaft verweisen auf erhebliche Einbußen, darunter auf überflutete Reisflächen und geschädigte Zitrusplantagen. Über Hilfen für Betroffene sowie über die Instandsetzung beschädigter Infrastruktur wollen die Verwaltungen nach einer ersten Gesamtschau der Schäden entscheiden. Meteorologische Fachstellen weisen darauf hin, dass die DANA Adam – eine in Spanien gebräuchliche Bezeichnung für ein abgeschnittenes Höhentief – lokal extrem ergiebige Niederschläge ausgelöst hat; eine genaue Bewertung der Ursachen und möglicher Wiederholungsrisiken steht noch aus.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels