Der Sindicato Central de Regantes del Acueducto Tajo-Segura (SCRATS) warnt vor Lieferverzögerungen beim Bewässerungswasser infolge einer seit September andauernden Panne am Kanal des Trasvase Tajo-Segura. Nach Angaben des Verbandes könnte ein Teil der insgesamt für 2026 verplanten 70 Hektometerkubik bis zum 31. Dezember 2026 nicht rechtzeitig bei den Landwirten ankommen. Der zweite Vizepräsident des Verbandes, Fernando Rubio, forderte am 2. November eine klare Priorisierung und Planung der ausstehenden Transporte.
Die zuständige Comisión Central de Explotación hat Ende Oktober eine teilweise Wiederinbetriebnahme des ersten Kanalabschnitts beschlossen und für Oktober und November 2026 ein Volumen von 54 hm³ genehmigt. Damit kann, je nach operativer Leistungsfähigkeit, ein Teil der angeforderten Mengen abgewickelt werden. Zugleich halten die Behörden an einem vorsichtigen Betriebsmodus fest, weil mehrere Schadstellen gesichert und erneuert werden müssen.
Die Reparaturen konzentrieren sich nach offiziellen Angaben auf Abschnitte bei La Bujeda (Provinz Guadalajara) und Liétor (Provinz Albacete). Fachliche Einschätzungen beziffern das Ziel für den Abschluss der umfangreicheren Arbeiten auf „Mitte Februar 2027“. Bis dahin bleibt die Förderkapazität reduziert, und die Priorität liegt auf der Versorgung der Haushalte; die Belieferung der landwirtschaftlichen Nutzer müsse entsprechend disponiert werden. SCRATS kritisiert in diesem Zusammenhang eine aus Verbandssicht unklare Informationspolitik über Umfang und Reihenfolge der Zuteilungen.
Aus den Sitzungsunterlagen der Comisión Central de Explotación geht hervor, dass die Teilöffnung des Kanals die Freigabe von 54 hm³ für Oktober und November 2026 ermöglicht. Wie viel der noch ausstehenden Mengen bis Jahresende tatsächlich ankommt, hängt von der Stabilität des provisorischen Betriebs und vom Fortschritt der Arbeiten ab. Der Verband verweist darauf, dass insbesondere für die Bewässerung in den Regionen Murcia, Alicante und Albacete Planungssicherheit nötig ist, um Schäden in der laufenden Kampagne zu vermeiden. Behörden betonen dagegen, dass Sicherheitsauflagen und technische Erfordernisse den Takt der Reparatur vorgeben.
Unstrittig ist: Am 2. November wies SCRATS auf das Risiko hin, dass ein Teil der 70 Hektometerkubik für die Bewässerung nicht fristgerecht geliefert werden könnte. Zugleich ist die Teilwiederinbetriebnahme erfolgt, und die Arbeiten an den Schadstellen in La Bujeda und Liétor laufen fort, mit einem avisierten Ende „Mitte Februar 2027“. Prognosen über die endgültige Menge bis zum 31. Dezember 2026 bleiben daher unsicher.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).