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Costa wirft MÉS per Mallorca „Genuflexión“ vor und nennt sie in Madrid bedeutungslos

Im Parlament der Balearen attackierte Wirtschaftsminister Antoni Costa MÉS per Mallorca scharf und warf der Partei Unterordnung unter Pedro Sánchez vor. Er prognostizierte, MÉS bleibe im Kongress der Abgeordneten ohne Gewicht.

Palma de Mallorca, 6. Oktober 2026 — Antoni Costa, Wirtschafts-, Finanz- und Innovationsminister sowie Vizepräsident der Regierung der Balearen, hat MÉS per Mallorca im Plenum des Parlament der Balearen vorgeworfen, sich gegenüber dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez einer „Genuflexión“ zu unterziehen. Anlass war eine Fragestunde, in der die Abgeordnete Maria Ramon die Unterstützung von Haushalten thematisierte und den Ausdruck „llegar a fin de mes“ zitierte.

Costa kritisierte, MÉS habe in Fragen der Staatsebene zentrale Forderungen der Balearen-Regierung zur Entlastung von Familien sowie niedrigen und mittleren Einkommen in Madrid nicht durchgesetzt. Die Zusammenarbeit von MÉS mit der Plattform Sumar habe den regionalen Anliegen, so Costa, „kaum Gewicht“ verschafft. Er bezeichnete die Rolle der Partei im Kongress der Abgeordneten als „bedeutungslos“ und sagte voraus, dies werde sich nach den nächsten spanischen Parlamentswahlen nicht ändern. Dabei bezog er sich ausdrücklich auf die Einflussmöglichkeiten in Madrid, nicht auf die Positionen in den autonomen Institutionen der Balearen.

Die Debatte spielte sich am Dienstag im Parlament der Balearen ab. Costa knüpfte seine Vorwürfe an die Forderung der Balearen-Regierung, kurzfristig zusätzliche Maßnahmen zur Minderung der steuerlichen Belastung von Haushalten auf nationaler Ebene zu beschließen. Nach seiner Darstellung verhindere das Verhalten von MÉS per Mallorca, politischen Druck für solche Entlastungen zu entfalten.

MÉS per Mallorca stellt derzeit nach Angaben aus dem Parlament einen Abgeordneten, der innerhalb der Sumar-Fraktion im Kongress der Abgeordneten verankert ist. Die von Costa gewählte Formulierung „Genuflexión“ stammt aus seiner Plenarrede. Sein Auftreten fügt sich in eine länger schwelende Auseinandersetzung um finanzielle Spielräume der Autonomien und den Einfluss kleiner regionaler Kräfte auf die nationale Gesetzgebung ein.

Eine unmittelbare Erwiderung mit abweichender Darstellung seitens MÉS per Mallorca lag aus der Sitzung zunächst nicht vor. Die von Costa formulierten Bewertungen sind politische Zuschreibungen und Prognosen; konkrete neue Beschlüsse in der Steuer- oder Familienpolitik wurden in der Plenarsitzung nicht bekanntgegeben.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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