Die Comunidad de Madrid hat am 12. August 2026 die Ausschreibung über 2,9 Millionen Euro für die Restaurierung von Velintonia veröffentlicht. Ziel ist die Umwandlung des ehemaligen Wohnhauses des Dichters und Literaturnobelpreisträgers Vicente Aleixandre in die künftige Casa de la Poesía. Nach Angaben der Regionalregierung sollen die Arbeiten im letzten Quartal 2026 beginnen. Die Vergabe läuft über das Portal Planifica Madrid und stellt die Erhaltung der vorhandenen Bausubstanz in den Mittelpunkt, verbunden mit der Anpassung an museale und kulturelle Nutzungen.
Der Ausschreibungstext sieht vor, soweit möglich die originalen Fußböden aus dem Baujahr 1927 wiederherzustellen und die spätere Raumdisposition zu respektieren. Die Eingriffe werden nach Geschossen differenziert: Im Erdgeschoss ist eine möglichst geringe Intervention bei hohem Erhaltungsgrad vorgesehen. In den Obergeschossen sind Anpassungen für Ausstellungsnutzungen, barrierefreie Erschließung und technische Infrastruktur geplant. Zum Leistungsumfang zählen zudem Maßnahmen für Brandschutz, Klima- und Lüftungstechnik sowie die konservatorisch geeignete Beleuchtung.
Velintonia, in Madrid auch als Velintonia 3 bekannt, gilt als ein zentraler Erinnerungsort der Generación del 27. Hier lebte Vicente Aleixandre über Jahrzehnte; das Haus wurde zu einem Treffpunkt für zahlreiche Autoren der literarischen Avantgarde. Die Comunidad de Madrid stellte das Gebäude im Mai 2026 als Bien de Interés Cultural unter Schutz. Mit der nun ausgeschriebenen Restaurierung will die Regionalverwaltung den denkmalpflegerischen Erhalt mit einer öffentlichen Nutzung verbinden.
Nach Regierungsangaben soll die Casa de la Poesía als Anlaufstelle für Literaturvermittlung, Ausstellungen und Forschung dienen und im Jubiläumsjahr 2027 Akzente zum hundertjährigen Gedenken an die Generación del 27 setzen. Konkrete Programminhalte und die Dauer der Bauarbeiten nennt die Ausschreibung nicht. Der vorgesehene Baustart im letzten Quartal 2026 steht unter dem Vorbehalt des Vergabeablaufs und erforderlicher Genehmigungen.
Faktisch bestätigt sind damit die Ausschreibungssumme, das Vergabeinstrument Planifica Madrid, die denkmalpflegerischen Leitlinien sowie das anvisierte Zeitfenster für den Baubeginn. Zweck und kulturpolitische Einordnung der Maßnahme gehen aus der Mitteilung der Regionalregierung hervor. Aussagen über den künftigen Betrieb der Casa de la Poesía und den Abschluss der Arbeiten bleiben eine Prognose und hängen von Ausführungsplanung, Baufortschritt und Budgetumsetzung ab.
Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).