Wirtschaft

Comisiones Obreras und Unión General de Trabajadores bestätigen Generalstreik am 11. November

Die spanischen Gewerkschaften Comisiones Obreras und Unión General de Trabajadores halten an der landesweiten Arbeitsniederlegung am 11. November fest und weisen den Appell von Alberto Núñez Feijóo zur Absage nach dem Eisenbahnunfall von Urda…

Kurzmeldung

Die Gewerkschaften Comisiones Obreras (vollständig: Confederación Sindical de Comisiones Obreras) und Unión General de Trabajadores (UGT) haben am 3. November 2026 bekräftigt, dass die landesweite Arbeitsniederlegung am 11. November wie geplant stattfinden wird. Die Spitzenvertreter Unai Sordo (Comisiones Obreras) und Pepe Álvarez (Unión General de Trabajadores) wiesen Forderungen des Präsidenten der Partido Popular, Alberto Núñez Feijóo, zurück, die Aktion angesichts des schweren Eisenbahnunfalls in Urda (Provinz Toledo) und der bevorstehenden Parlamentswahlen abzusagen. Feijóo hatte die Gewerkschaften in öffentlichen Auftritten aufgefordert, die Proteste zu überdenken und die Mobilisierung als „schweren Fehler“ bezeichnet.

Sordo antwortete mit der Frage, ob der Partido Popular mit einem Programm regieren wolle, das nach seiner Darstellung zu Mindereinnahmen von rund 64 Milliarden Euro führe und dadurch öffentliche Dienstleistungen gefährde. Die Gewerkschaften erklärten, die zentrale Motivation für den Generalstreik bestehe in der Forderung nach bezahlbarem Wohnraum, höheren Reallöhnen und der Stärkung öffentlicher Dienste. Diese sozialen Anliegen dürften nicht mit Verweis auf andere Ereignisse verschoben werden, so die Vertreter beider Verbände.

Gleichzeitig äußerten CCOO und UGT ihr Mitgefühl für die Opfer des Unfalls von Urda und forderten eine unabhängige, transparente Untersuchung der Ursachen. Die Gewerkschaften betonten, die Aufklärung der Verantwortlichkeiten stehe nicht im Widerspruch zu ihrem Arbeitskampf.

Unterstützung für die Aufrechterhaltung der Mobilisierung kam von zivilgesellschaftlichen Gruppen, darunter dem Sindicato de Inquilinas de Madrid, das über soziale Medien darauf hinwies, eine Absage löse die Wohnungsnot nicht.

Politisch sichtbar wird damit die Spannung zwischen dem Anliegen kurzfristiger Schadensminimierung, wie es Feijóo betont, und der gewerkschaftlichen Strategie, langfristige strukturelle Probleme von Wohnen, Löhnen und öffentlichen Dienstleistungen durch Druck auf die Politik zu adressieren. Ob die Zuspitzung zu Verhandlungen führt, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt offen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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