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Colau drängt Rufián, Blockade der Linken vor Fristende zu lösen

Ada Colau wirft Gabriel Rufián in Zaragoza vor, mit einem Teilabkommen mit Podemos die Verhandlungen zur gemeinsamen Liste der Linken für den 29. November erschwert zu haben, und fordert ihn auf, seinen Einfluss zu…

Ada Colau hat am 16. Oktober 2026 in Zaragoza die Stockung der Gespräche über eine gemeinsame linke Liste für die Parlamentswahl am 29. November kritisiert und Gabriel Rufián aufgefordert, sie noch vor Fristende zu beheben. Der Sprecher der republikanischen ERC habe mit einem Teilabkommen mit Podemos „die Situation kompliziert und eher zur Spaltung als zur Einheit beigetragen“, sagte die frühere Bürgermeisterin von Barcelona. Zugleich betonte sie, es bleibe „noch Zeit zur Korrektur“ und bat Rufián, seinen Einfluss gegenüber Podemos zu nutzen, um die Verhandlungen wieder aufzuführen.

Colau trat in Zaragoza als Kandidatin des Bündnisses Frente Amplio auf. Bei dem Auftritt waren auch Jorge Pueyo, Präsident von Chunta Aragonesista, Marta Abengochea, Koordinatorin von Izquierda Unida Aragón, und Emilio Delgado, Kandidat des Frente Amplio in Madrid, anwesend. Colaus Aussagen zielten auf die letzten Stunden vor der Frist zur Registrierung von Wahlkoalitionen, die in der Nacht zum 17. Oktober endet. Politische Verständigungen, die nicht rechtzeitig in bindende Vereinbarungen überführt werden, können nicht als gemeinsame Liste eingereicht werden.

Auslöser der Zuspitzung ist der von Colau kritisierte, nur teilweise geschlossene Pakt zwischen Gabriel Rufián und Podemos. Während Colau ihn als Bremse für eine einheitliche Liste darstellt, steht eine abschließende Bewertung offen: Weder ERC noch Podemos haben bis zum Nachmittag des 16. Oktober eine umfassende Einigung mit dem Frente Amplio auf staatlicher Ebene verkündet. Colau ordnete ihre Kritik ausdrücklich als Appell ein, die verbleibende Zeit zu nutzen. Eine Garantie für das Zustandekommen einer einheitlichen Liste gab sie nicht.

Inhaltlich geht es um die Frage, ob linke Kräfte wie Podemos, ERC, der Frente Amplio und regionale Partner ihre Kandidaturen bündeln, um Stimmenverluste durch Zersplitterung zu vermeiden. In Aragón waren nach Angaben der beteiligten Akteure bereits regionale Verständigungen vorbereitet, eine landesweite Klammer fehlt jedoch bislang. Die Folgen sind klar umrissen: Eine gemeinsame Liste könnte die zerstreute linke Wählerschaft bündeln; ein Scheitern würde die Kräfteverhältnisse im Parlament zulasten der kleineren linken Gruppen verschärfen. Aussagen zum Wahlausgang bleiben Spekulation und wurden von den Beteiligten nicht beziffert.

Fakt ist der enge Zeitrahmen: Die Registrierung von Koalitionen muss vor Ablauf der Frist vollständig und rechtssicher erfolgen. Colaus Vorstoß in Zaragoza markiert daher vor allem den Versuch, in letzter Minute Druck aufzubauen – und die Verantwortung für eine Einigung sichtbar bei den Führungspersonen von ERC und Podemos zu verankern.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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