Kurzmeldung
Melilla, 13. Oktober 2026 – Der coronel-jefe der Guardia Civil in Melilla, Jesús Rueda Jiménez, hat am 13. Oktober anlässlich des Patronatsfests El Pilar die tägliche Zusammenarbeit mit marokkanischen Sicherheitskräften als entscheidend für die Sicherung der Grenze bezeichnet. In seiner Ansprache verwies Rueda auf die versuchten massenhaften Grenzübertritte am 30. Juli 2026 und am 31. Juli 2026 und nannte nach Angaben der Guardia Civil Zahlen von „mehr als 6.000 Personen“, die an diesen Tagen versucht hätten, von Marokko nach Melilla zu gelangen. Die Angabe gibt die Darstellung der Guardia Civil wieder und ist von anderen Stellen unterschiedlich bewertet worden.
Rueda dankte ausdrücklich der Gendarmería Real Marroquí für die Kooperation und hob hervor, dass die Koordination „auf beiden Seiten der Grenze“ wesentlich dazu beigetragen habe, die Angriffe auf den Grenzperimeter zu stoppen. Er lobte zugleich die in Melilla eingesetzten spanischen Einheiten, darunter den Grupo de Reserva y Seguridad, die Policía Nacional und die Policía Local, und betonte die Notwendigkeit, zwischen polizeilicher Reaktion und dem Schutz vulnerabler Personen zu unterscheiden.
Die konkreten Zahlen der tatsächlich in Melilla verbliebenen oder zurückgeführten Menschen bleiben in offiziellen Angaben unterschiedlich: So nannte die Delegierte der Regierung in Melilla, Sabrina Moh, Ende Juli zunächst eine Zahl von rund 130 Personen, während spätere Regierungsmitteilungen von mehreren Hundert Betroffenen sprachen. Diese Diskrepanz zeigt, dass eine abschließende Bewertung auf konsolidierten Lageberichten beruhen muss.
Rueda zufolge habe die gemeinsame Aktion auch ermöglicht, „mehr als ein Tausend Personen“ zurückzudrängen und in Zusammenarbeit mit marokkanischen Behörden zur Rückkehr zu bewegen. Der coronel-jefe betonte, dass parallel verwaltungs- und rechtliche Prüfungen zu Rückführungen und zum Einsatzkonzept liefen. Die Rede reiht sich in eine Reihe öffentlicher Stellungnahmen ein, mit denen Sicherheitsbehörden in Melilla und Madrid seit dem Sommer ihre Sicht auf die Ereignisse darlegen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).