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Ceuta: Auto von Abgeordneter bei Protesten gegen Negu Gorriak angegriffen

Bei einer Kundgebung im Hafen von Ceuta ist das Auto der Abgeordneten Julia Ferreras beschädigt worden. Die Polizei nahm nach dem Vorfall mindestens eine Person fest; die Stadtregierung verurteilte die Tat.

Bei Protesten gegen die Ankunft der navarresischen Vereinigung Negu Gorriak ist am 20. September 2026 im Hafen von Ceuta das Auto der Regionalabgeordneten Julia Ferreras (Ceuta Ya!) angegriffen und beschädigt worden. Nach übereinstimmenden Medienberichten wurden Ferreras, ein Mitglied der Flotilla de Gaza und eine Anwältin von Demonstrierenden fälschlich für Angehörige der umstrittenen Gruppe gehalten.

Die Polizei nahm im Zusammenhang mit dem Vorfall mindestens eine Person fest. Die Kundgebung hatte sich am Abend am Hafen von Ceuta formiert, nachdem die Anreise von Aktivisten aus Pamplona angekündigt worden war. In sozialen Netzwerken kursierten zuvor Aufrufe, die den Besuch als Provokation darstellten und Negu Gorriak als „radikal“ bezeichneten.

Während des Protests kam es zu Beschimpfungen und Sachbeschädigungen, schließlich zum Angriff auf das Fahrzeug, in dem die Politikerin unterwegs war. Die Lokalregierung von Ceuta verurteilte am 21. September die Aggression und bekundete Ferreras ihre Solidarität.

Zugleich rief sie dazu auf, das Recht auf Protest im Rahmen der Gesetze auszuüben und die öffentliche Ordnung zu achten. Vertreterinnen und Vertreter mehrerer politischer Gruppen äußerten Besorgnis über die Eskalation und forderten eine rasche Aufklärung der Vorfälle. Nach Polizeiangaben dauern die Ermittlungen an.

Neben der Identität weiterer mutmaßlich Beteiligter sollen die konkreten Abläufe rekonstruiert und mögliche Straftatbestände geprüft werden. Bereits am Vorabend hatte es im Umfeld von Protesten gegen die angekündigte Ankunft der Gruppe Zwischenfälle gegeben; die Polizei gab dabei nach offiziellen Angaben Warnschüsse in die Luft ab, um die Lage zu beruhigen. Negu Gorriak kündigte an, in Ceuta humanitäre Unterstützung zu leisten.

Gegner werfen der Vereinigung hingegen politische Agitation vor. Unabhängig davon betonen lokale Institutionen den Schutz der Versammlungsfreiheit einerseits und den Schutz vor Gewalt und Einschüchterung andererseits. Wie stark die aufgeheizte Debatte den Alltag in der Stadt beeinflusst, hängt nach Einschätzung aus Sicherheitskreisen wesentlich davon ab, ob weitere Anreisen und Gegenproteste geordnet verlaufen und ob gezielte Falschinformationen in sozialen Medien eingedämmt werden können.

Der Angriff auf das Fahrzeug von Julia Ferreras ist der bislang gravierendste dokumentierte Zwischenfall im Zusammenhang mit den Protesten an diesem Wochenende in Ceuta. Ob er strafrechtlich als Sachbeschädigung, Nötigung oder als schwerer Landfriedensbruch zu werten ist, wird von den Ermittlungsbehörden geprüft. Weitere Festnahmen schloss die Polizei nicht aus.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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