Die CCOO Región de Murcia kritisiert, dass der Servicio Murciano de Salud (SMS) die Nachverfolgung von Bewertungen zu psychosozialen Risiken in den Krankenhaus‑Notaufnahmen vernachlässige. In einem Beitrag auf elDiario.es Murcia forderte die Gewerkschaft eine unabhängige „auditoría técnica“, um zu prüfen, ob empfohlene Maßnahmen tatsächlich umgesetzt und wirksam sind.
Nach Darstellung der CCOO liegen seit 2018 Evaluationsberichte vor, deren Folgemaßnahmen jedoch nicht verlässlich in den zuständigen Gremien kontrolliert würden. Ohne systematische Nachverfolgung blieben Empfehlungen formal, statt Belastungen wie Stress, Übermüdung oder Burnout spürbar zu senken. Besonders die Urgencias hospitalarias seien einem außergewöhnlich hohen Druck ausgesetzt; laut Gewerkschaft entfallen dort ein Großteil der stationären Aufnahmen.
Der SMS verweist in seinen öffentlichen Informationsangeboten (Murciasalud) auf bestehende Präventions- und Schulungsaktivitäten. So erhielten im Jahr 2025 mehr als 6.200 Beschäftigte Trainings zu Selbstschutz und Notfallmanagement; außerdem wurden Dutzende Workshops angeboten, um Konfliktsituationen besser zu bewältigen. Institutionell existieren Strukturen wie der Comité de Seguridad y Salud sowie Programme zur Prävention von Aggressionen in Gesundheitszentren. Eine Stellungnahme des SMS zum konkreten Vorwurf der fehlenden Nachverfolgung war dem elDiario.es‑Beitrag nicht beigefügt.
Die Gewerkschaft verortet das Problem nicht allein bei Verfahren, sondern auch in Strukturen: unzureichende Dienstplanung, kurze Vorlaufzeiten und Unterbesetzung verschärften die psychosozialen Risiken in Notaufnahmen (spanisch: Urgencias). Gefordert werden daher nicht nur Dokumente, sondern überprüfbare organisatorische und personelle Maßnahmen mit Fristen, Zuständigkeiten und Kennzahlen.
Arbeitsschutzjuristen weisen darauf hin, dass Evaluierungen zu psychosozialen Risiken rechtlich nicht bei der Bestandsaufnahme enden dürfen. Sie sind Grundlage verbindlicher Präventionsmaßnahmen; deren Umsetzung muss dokumentiert und nachverfolgt werden. Wo dies lückenhaft geschieht, kann die Inspección de Trabajo auf Grundlage der einschlägigen Normen einschreiten. Fachleute betonen überdies, dass eine belastbare Nachverfolgung nicht nur dem Gesundheitsschutz des Personals dient, sondern auch der Patientensicherheit: Anhaltende Überlast erhöht das Risiko von Erschöpfung und Fehlern.
Die Auseinandersetzung legt einen Zielkonflikt offen: Der SMS präsentiert Präventionserfolge und Schulungen, während die CCOO Región de Murcia die Wirksamkeit der bereits empfohlenen Maßnahmen in der Fläche bezweifelt. Entscheidend wird sein, ob der Nachweis der Umsetzung entlang klarer Kriterien gelingt – und ob daraus spürbare Entlastung in den Notaufnahmen der Región de Murcia resultiert.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).