Valencia, 7. November 2026 – Die Bürgermeisterin von Valencia, María José Catalá (Partido Popular), hat bei einem Auftritt im Mercado de Colón ihre Anhänger auf die letzten Wochen vor der Parlamentswahl am 29. November eingeschworen. Sie rief dazu auf, „geschlossen“ für einen Machtwechsel zu stimmen, und erklärte die Abstimmung zur Wahl „zwischen Demokratie und Tyrannei“. Ziel sei es, Pedro Sánchez „aus La Moncloa zu holen“.
Catalá verband die Mobilisierungsbotschaft mit scharfer Kritik an einem Auftritt des Regierungschefs in Valencia am Vortag. Sie spottete, Sánchez habe eine so abgeschottete Veranstaltung gewählt, „dass er sie genauso gut in Toledo mit seinem Chauffeur hätte abhalten können“, und forderte die Sozialisten auf, sich einem Auftritt „auf der Straße“ zu stellen. Der Partido Popular, betonte sie, scheue die direkte Konfrontation mit den Bürgerinnen und Bürgern nicht.
Mit Blick auf die nationale Ebene stellte Catalá die Wahl als Richtungsentscheidung dar. Sie bekräftigte ihre Unterstützung für den PP-Vorsitzenden Alberto Núñez Feijóo und sagte, er sei „der beste Präsident, den dieses Land haben wird“. Die Zuspitzung „Demokratie oder Tyrannei“ ist Teil der aktuellen Lagerbildung im spanischen Wahlkampf; sie zielt erkennbar darauf ab, konservative Stimmen zu bündeln und Abwanderungen zu anderen rechten Formationen zu verhindern. Der PSOE weist derartige Charakterisierungen regelmäßig als überzogen zurück; belastbare Reaktionen aus der Parteizentrale lagen am Samstag zunächst nicht vor.
Der Auftritt in Valencia markiert die heiße Phase der Kampagne. Inhaltlich dreht sich die Auseinandersetzung zwischen PP und PSOE derzeit weniger um einzelne Programmpunkte als um Deutungshoheit über die Regierungsbilanz und um die Frage, wem die Wählerinnen und Wähler in einer polarisierten Lage das Mandat zum Regieren erteilen. Ob der konfrontative Ton unentschlossene Wähler in städtischen Wahlkreisen bewegt, ist offen; entscheidend sind die landesweiten Umfragen in den kommenden Wochen.
Die genannten Aussagen gehen auf den öffentlichen Auftritt Catalás am Samstag im Mercado de Colón zurück. Termin und Zitate decken sich mit zeitgleichen Berichten aus Valencia. Die Parlamentswahl ist für den 29. November angesetzt; der genaue Ablauf der Schlussphase des Wahlkampfs wird maßgeblich von weiteren Großveranstaltungen der beiden großen Parteien bestimmt.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).