Kastilien-La Mancha

Castilla-La Mancha stattet Krankenhaus Mancha Centro mit Neuronavigator aus

Die Regionalregierung hat dem Hospital Universitario Mancha Centro in Alcázar de San Juan ein Navigationssystem für die Hals-Nasen-Ohren-Chirurgie übergeben, das Präzision und Sicherheit bei komplexen Eingriffen erhöht.

Alcázar de San Juan (Provinz Ciudad Real), 17. September 2026. Die Regionalregierung von Castilla-La Mancha hat dem Hospital Universitario Mancha Centro am 17. September 2026 einen Neuronavigator für den Bereich Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde übergeben. Nach Angaben der amtlichen Mitteilung ermöglicht das chirurgische Navigationssystem die exakte, in Echtzeit aktualisierte Lokalisation der Operationsinstrumente im Verhältnis zur individuellen Anatomie der Patientin oder des Patienten.

Das Gerät kombiniert präoperative Bildgebung wie Computertomographie und Magnetresonanztomographie mit intraoperativen Positionsdaten. Damit soll die Orientierung bei endoskopischen Eingriffen in anatomisch engen Regionen verbessert und das Risiko in der Nähe empfindlicher Strukturen gesenkt werden – etwa am Siebbein, an der Augenhöhle (Orbita), am Sehnerv (Nervus opticus) oder an der Schädelbasis. Besonders profitieren laut Klinik komplexe Situationen wie Wiederholungseingriffe, bei denen Voroperationen die natürliche Anatomie verändert haben.

Als klinische Beispiele nennt die Mitteilung die endoskopische Nasen- und Nasennebenhöhlenchirurgie bei Polyposis, den operativen Verschluss von Liquorfisteln, Dekompressionen der Orbita oder des Sehnervs sowie Eingriffe am Stirnhöhlensystem. Darüber hinaus ist eine Zusammenarbeit mit der Unidad del Dolor vorgesehen: Der Neuronavigator soll dort die Platzierung von Sonden bei Radiofrequenzverfahren am Ganglion Gasser unterstützen, um ausgewählte Fälle von Trigeminusneuralgie präziser zu behandeln. Die regionale Einschätzung geht von etwa drei bis vier Patientinnen und Patienten pro Monat aus, die direkt von der Technologie profitieren könnten.

Der Kaufpreis beträgt nach Regierungsangaben 120.000 Euro. Die Anschaffung ist Teil laufender Investitionen des Gesundheitsressorts der autonomen Gemeinschaft, die den Ausbau komplexer Eingriffe an Standorten außerhalb großer Referenzzentren zum Ziel haben. Damit sollen Verlegungen reduziert, Wartezeiten gesenkt und Versorgungswege in der Provinz Ciudad Real verkürzt werden. Zuständig für den Betrieb ist der Servicio de Salud de Castilla-La Mancha (Sescam), unter dessen Dach das Hospital Universitario Mancha Centro als Schwerpunktkrankenhaus geführt wird.

Sämtliche technischen Beschreibungen, Fallzahlen und Bewertungen in diesem Bericht stammen aus der amtlichen Pressemitteilung der Regierung von Castilla-La Mancha vom 17. September 2026. Unabhängige klinische Ergebnisse oder vergleichende Wirksamkeitsdaten wurden dort nicht vorgelegt und sind daher nicht Gegenstand dieser Meldung.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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