Kastilien-La Mancha

Castilla-La Mancha erhöht Förderung für Pistazienverarbeitung und treibt Herkunftsschutz voran

Die Regionalregierung kündigte in Fuentealbilla höhere FOCAL-Förderungen für Pistazienprojekte, Arbeiten an einer geschützten Herkunftsbezeichnung und Schritte zur Gründung einer Interprofession an.

Die Regierung von Castilla‑La Mancha hat am 28. September 2026 zusätzliche Anreize für Investitionen in die Verarbeitung und Vermarktung von Pistazien vorgestellt. Bei einem Besuch der Verarbeitungsgenossenschaft Pistalbilla in Fuentealbilla erklärte der Delegierte für Landwirtschaft, Viehzucht und ländliche Entwicklung in der Provinz Albacete, Ramón Sáez, dass Pistazienprojekte in der nächsten Runde der FOCAL‑Förderlinie besonders berücksichtigt werden sollen. Laut Regionalregierung umfasst dies eine höhere Förderintensität und zusätzliche Bewertungspunkte für Vorhaben, die regionale Verarbeitungskapazitäten aufbauen oder ausweiten.

Die Maßnahmen sind Teil des Plan Estratégico 2024-2028 für den Pistaziensektor. Nach Regierungsangaben setzt der Plan fünf Schwerpunkte: betriebliche Integration und Größenentwicklung, Ausbau von Verarbeitungs‑ und Verpackungskapazitäten, Aufwertung des Endprodukts, Forschung und Innovation sowie die Schaffung einer Interprofesional del Pistacho zur institutionellen Vernetzung von Erzeugern, Verarbeitern und Vermarktern. Die Interprofession soll Strukturen für Marktbeobachtung, Qualitätsstandards und Streitbeilegung bereitstellen.

Parallel will die Junta die Arbeiten an einer Indicación Geográfica Protegida für Pistazien aus Castilla‑La Mancha vorantreiben. Eine solche geschützte Herkunftsbezeichnung soll, so die Begründung der Behörden, die Qualitätsprofilierung stärken und die Positionierung auf nationalen und internationalen Märkten verbessern. Konkrete Fristen zur Einreichung eines Antrags oder Angaben zum geografischen Zuschnitt wurden am Montag nicht genannt.

Hintergrund ist das kräftige Wachstum des Pistazienanbaus in der Region. Castilla‑La Mancha hat sich in den vergangenen Jahren zur maßgeblichen Anbauregion Spaniens entwickelt. Mit dem stärkeren Fokus auf Verarbeitung vor Ort will die Regionalregierung Wertschöpfungsketten verlängern und Transportkosten senken. Aussagen zu erwarteten Beschäftigungs‑, Preis‑ oder Exportwirkungen lagen am Montag nicht in quantifizierter Form vor; die Regierung verweist auf noch laufende Arbeiten im Rahmen des Plans.

Die FOCAL‑Linie ist in den vergangenen Jahren regelmäßig für Investitionen in der Agrar‑ und Ernährungswirtschaft genutzt worden; die neue Schwerpunktsetzung zugunsten pistazienbezogener Projekte soll nach Darstellung der Junta die Modernisierung des Sektors beschleunigen. Die Ankündigungen vom Montag betreffen ausschließlich Castilla‑La Mancha und sind an Unternehmen, Genossenschaften und Erzeugerorganisationen gerichtet, die in der Verarbeitung, Verpackung oder Vermarktung tätig sind. Hinweise zu Fristen, Antragsmodalitäten und Bewertungskriterien will die Regionalregierung mit der nächsten Ausschreibung veröffentlichen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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