Wirtschaft

Brüssel überweist Spanien weitere 6,23 Milliarden Euro aus NextGenerationEU

Die EU-Kommission hat Spanien am 11. August rund 6,23 Milliarden Euro aus der Aufbau- und Resilienzfazilität überwiesen; damit steigen die bislang erhaltenen Mittel auf etwa 78 Milliarden Euro. Die vorletzte Tranche ist an Reformen…

Die Europäische Kommission hat am 11. August 2026 rund 6,23 Milliarden Euro an Spanien aus dem EU-Aufbauinstrument NextGenerationEU überwiesen. Damit erhöht sich die bislang an Madrid geflossene Summe auf etwa 78 Milliarden Euro, rund 76,5 Prozent der insgesamt zugewiesenen 102 Milliarden Euro. Es handelt sich um die vorletzte Tranche im Rahmen des spanischen Aufbauplans.

Nach Angaben der spanischen Regierung umfasst der jetzt freigegebene Betrag zum einen 5,97 Milliarden Euro aus der sechsten Zahlungsanforderung – davon 4,962 Milliarden Euro an Zuschüssen und 1,008 Milliarden Euro an Darlehen. Zum anderen fließen 265 Millionen Euro, die im Zuge der fünften Anforderung vorübergehend ausgesetzt worden waren und nach Prüfung der nachgereichten Unterlagen nun als erfüllt gelten. Die sechste Tranche hatte die Regierung am 3. März 2026 beantragt; die Kommission billigte sie am 2. Juli 2026 teilweise. Nach der positiven Stellungnahme des Wirtschafts- und Finanzausschusses (EFC) des Rates erfolgte die Auszahlung.

Die Mittelvergabe ist an das Erreichen festgelegter Reformen und Investitionen geknüpft. Schwerpunkte der jüngsten Runde sind Projekte im Bereich des bezahlbaren Wohnungsbaus, Modernisierungen im öffentlichen Gesundheitswesen sowie Vorhaben zur Digitalisierung der Verwaltung auf regionaler und lokaler Ebene. Nach Regierungsangaben sind inzwischen rund 60 Prozent der im nationalen Plan („Plan de Recuperación“) vereinbarten Meilensteine umgesetzt.

Der Mechanismus der Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF) sieht vor, dass Auszahlungen erst nach Erreichen vertraglich definierter Meilensteine und Ziele erfolgen. Differenzen in der Bewertung einzelner Vorgaben hatten in früheren Runden zu teilweisen Einbehalten geführt; der nun erfolgte Transfer enthält deshalb auch Beträge für zuvor strittige Posten. Mit dem sechsten Zahlungsschritt verbleibt Spanien noch eine abschließende Tranche im Rahmen seines Plans.

Die Auszahlung folgt dem üblichen Verfahren: Zunächst bewertet die Kommission die eingereichten Nachweise, anschließend gibt der Wirtschafts- und Finanzausschuss des Rates seine Stellungnahme ab. Erst danach werden die Mittel freigegeben. Die jetzige Zahlung bestätigt damit sowohl den materiellen Fortschritt in mehreren Reformfeldern als auch die formale Abwicklung des Prüfprozesses zwischen Madrid und Brüssel.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk