Am 23. September wurde in einem von Protesten begleiteten Einsatz in einem Viertel des Retiro‑Bezirks in Madrid die 87‑jährige Maricarmen zwangsgeräumt; Rettungsdienste brachten sie infolge starker Erschöpfung ins Hospital Gregorio Marañón. Nationale Medien berichten von einem vierten Vollzug nach monatelangen Auseinandersetzungen mit dem Immobilienverwalter und von Kritik internationaler Stimmen, die zuvor eine Aussetzung gefordert hatten.
Die Berichterstattung verknüpft den Einzelfall mit strukturellen Problemen: Aktivisten und Mieterschutzverbände sehen in der Aktion ein Symptom der anhaltenden Knappheit bezahlbaren Wohnraums und mangelnder staatlicher Absicherung für vulnerable Personen. Lokalpolitik und regionale Behörden werden daraufhin in mehreren Artikeln aufgefordert, klare Regeln für die Behandlung besonders schutzbedürftiger Menschen bei Zwangsräumungen vorzulegen; die Debatte hat sowohl in Madrid als auch bundesweit politischen Druck erzeugt.