Navarra

Brand in psychiatrischer Residenz in Pamplona fordert ein Todesopfer und 18 Verletzte

In der Residenz Padre Menni in Pamplona ist am Samstagabend eine Person gestorben; 18 weitere wurden wegen Rauchvergiftung behandelt, eine davon schwer. Rund 50 Patientinnen und Patienten wurden verlegt.

Eine Person ist am Samstagabend in Pamplona bei einem Brand in der psychiatrischen Residenz Padre Menni gestorben. Nach Behördenangaben erlitten 18 weitere Menschen eine Rauchvergiftung, eine Person befindet sich in schwerem Zustand. Der Vorfall ereignete sich gegen 20.55 Uhr in einem Zimmer des Hauses am Paseo de los Enamorados im Stadtteil Rochapea. Die Feuerwehr brachte das Feuer rasch unter Kontrolle und lüftete das Gebäude.

SOS Navarra und die Regierung von Navarra teilten mit, dass rund 50 Patientinnen und Patienten vorsorglich aus der Residenz verlegt wurden, da eine Unterbringung über Nacht nicht möglich war. Mehrere Betroffene wurden in nahegelegene Kliniken gebracht; eine verletzte Person wurde auf die Intensivstation aufgenommen. Weitere Details zum Gesundheitszustand der übrigen Verletzten lagen zunächst nicht vor.

Die Einrichtung gehört zur Ordensgemeinschaft Hermanas Hospitalarias und bietet in Navarra psychiatrische Behandlung und Betreuung an. Zum Einsatz rückten neben der Feuerwehr von Pamplona Rettungsdienste und medizinische Teams aus der Region an. Die Ermittlungsbehörden nahmen Untersuchungen zur Brandursache und zum Ablauf auf. Bislang gibt es keine bestätigten Hinweise auf einen technischen Defekt oder eine andere konkrete Auslöserkette.

Die offizielle Todesursache wird mit den Folgen der Rauchinhalation in Verbindung gebracht. Identität und Alter der verstorbenen Person nannten die Behörden zunächst nicht. Die Ermittler sichern Spuren am Brandort und befragen Personal sowie Bewohnerinnen und Bewohner, um die Ausbreitung des Feuers und die Wirksamkeit der Evakuierung genauer zu rekonstruieren.

Kurzfristig steht die Unterbringung der verlegten Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt, ebenso die psychosoziale Betreuung von Betroffenen und Angehörigen. Die Regierung von Navarra kündigte an, die Abläufe gemeinsam mit der Trägerschaft der Residenz zu überprüfen. In Pflege- und psychiatrischen Einrichtungen gelten wegen eingeschränkter Mobilität vieler Menschen, Medikamentenbedarfs und baulicher Bedingungen erhöhte Anforderungen an Brandschutz, Detektion und Evakuierungsplanung. Nach dem Brand ist mit einer behördlichen Prüfung der Brandschutzkonzepte der Residenz Padre Menni und gegebenenfalls mit Empfehlungen für ähnliche Einrichtungen in Pamplona und im übrigen Navarra zu rechnen.

Angaben in diesem Bericht beruhen auf Mitteilungen von SOS Navarra, der Regierung von Navarra und übereinstimmenden lokalen Medien. Belastbare Aussagen zu Verantwortung und Ursache werden erst nach Abschluss der Ermittlungen erwartet.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen