Barcelona, 24. Oktober 2026 – Elías Bendodo, stellvertretender Parteivorsitzender der Partido Popular für Koordination in den Gebietskörperschaften und lokale Angelegenheiten sowie Spitzenkandidat der Partei in Málaga für den Kongress, hat am Samstag in Barcelona angekündigt, die Partido Popular werde ihre Kampagne zu den Parlamentswahlen am 29. November auf die Wohnungspolitik ausrichten. Bei dem Auftritt traten neben Bendodo auch Juanma Moreno, Xavier García Albiol und Dani Sirera auf.
Bendodo machte die Zentralregierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez für eine Zunahme von Besetzungen verantwortlich. Als Beleg nannte er parteiinterne Auswertungen, wonach die Eigentumspreise um 74 Prozent und die Mieten um 44 Prozent gestiegen seien. Zudem, so Bendodo, entfielen 46 Prozent der Besetzungsfälle in Spanien auf die Provinz Barcelona. Diese Aussagen gab er ausdrücklich als politische Wertungen der Partido Popular wieder.
Er sprach von einem Angriff auf das Eigentumsrecht und warf der Regierung Untätigkeit aus ideologischen Gründen vor. Als politische Antwort forderte Bendodo eine Verschärfung der Rechtslage gegen illegale Wohnungsbesetzungen. Er verwies darauf, dass Xavier García Albiol im Kongress eine entsprechende Gesetzesinitiative anstoße. Konkrete Passagen eines Gesetzentwurfs legte Bendodo in Barcelona nicht vor.
Die Erklärung markiert einen weiteren Schwerpunkt der landesweiten Wahlkampfstrategie der Partido Popular, die Wohnen, Sicherheit und Verwaltungseffizienz in den Vordergrund stellt. Die von Bendodo genannten prozentualen Veränderungen und die regionale Verteilung der Besetzungen sind Parteiangaben; ihre Übereinstimmung mit amtlichen Datensätzen muss anhand offizieller Statistiken geprüft werden. In der öffentlichen Debatte verweisen unabhängige Institutionen und Fachstudien regelmäßig auf regionale Unterschiede sowie auf ökonomische Faktoren wie Einkommen, Angebotsknappheit und Zinsen.
Politisch zielt die Zuspitzung auf eine Abgrenzung zur Linie der Regierung von Pedro Sánchez und den von ihr vertretenen wohnungs- und mietrechtlichen Maßnahmen. Ob der Vorstoß der Partido Popular in Katalonien und landesweit verfängt, hängt auch von der Belastbarkeit der vorgelegten Zahlen und der Resonanz in urbanen Brennpunkten wie Barcelona ab. Für die nächsten Wochen ist mit weiterer Profilbildung der Parteien bei Wohnen und öffentlicher Sicherheit zu rechnen; mögliche Gesetzesinitiativen gegen Besetzungen könnten im Wahlkampf zusätzliche Aufmerksamkeit erhalten.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).