Beim offiziellen Umzug zum Día de la Hispanidad in Madrid am 12. Oktober 2026 waren wiederholt lautstarke Beleidigungen gegen den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez zu hören. Beim Eintreffen und Verlassen der Regierungsdelegation am Paseo del Prado skandierten Teile des Publikums „Pedro Sánchez, hijo de puta“. Die Rufe waren in Live-Übertragungen und Mitschnitten mehrerer Fernsehsender deutlich zu hören und wurden von Reportern sowie anwesenden Fotografen dokumentiert.
Die Sicherheitsvorkehrungen rund um die Tribüne der Ehrengäste waren sichtbar verstärkt. Gleichwohl drangen die Schmähungen bis an die Kameras. Mitglieder und Anhänger rechtsgerichteter Gruppen, darunter nach übereinstimmenden Berichten auch die Falange, wurden im Umfeld des Umzugs gesichtet. Regierungsvertreter verurteilten die Beschimpfungen als Ausdruck einer aufgeheizten politischen Stimmung. Kommentatoren wiesen zugleich darauf hin, dass Buhrufe und Pöbeleien am 12. Oktober in den vergangenen Jahren wiederholt vorgekommen waren.
Der protokollarische Ablauf blieb davon unberührt. Kranzniederlegungen, militärische Vorführungen und Überflüge fanden wie vorgesehen statt. König Felipe VI. nahm gemeinsam mit Mitgliedern des Königshauses an den Zeremonien teil. Entlang der Route säumten zahlreiche Schaulustige die Absperrungen, die Polizei regelte den Zugang in Zonen.
Am Nachmittag kam es nach Ende der Parade an der Puerta del Sol zu Auseinandersetzungen zwischen Besuchern des Umzugs und seit Tagen dort campierenden Aktivisten, die gegen die Wohnungspolitik protestierten. Nach Angaben der Polizei und übereinstimmenden Medienberichten mischten sich Gruppen mit nationalistischen Symbolen unter die Passanten und provozierten die Demonstrierenden. Die Policía Nacional meldete mehrere Festnahmen; mindestens ein Beamter wurde verletzt.
Aus Regierungskreisen und von Oppositionspolitikern folgten am Abend Stellungnahmen. Während Regierungsvertreter zu Respekt vor den Institutionen und zu einem deeskalierenden Umgang im öffentlichen Raum aufriefen, forderten konservative Stimmen ein konsequentes Vorgehen gegen Störer, ohne friedliche Proteste zu kriminalisieren. Bürgerrechtsorganisationen mahnten, die Sicherungsmaßnahmen so auszugestalten, dass Grundrechte gewahrt bleiben.
Die hier geschilderten Ereignisse beziehen sich auf den 12. Oktober 2026 in Madrid und stützen sich auf Bildmaterial und Berichte mehrerer überregionaler Medien sowie auf Mitteilungen der Sicherheitsbehörden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).