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Behörden warnen vor Blocus-Aufrufen zu Halloween in Madrid und Barcelona

Anonyme Profile rufen für den 31. Oktober zu Aktionen unter dem Schlagwort Blocus auf. Sicherheitsbehörden in Katalonien und Madrid beobachten die Lage, prüfen Strafanzeigen und fordern Plattformen zum Eingreifen auf.

Sicherheitsbehörden in Spanien warnen vor digitalen Aufrufen zu Protesten und möglichen Ausschreitungen am Samstag, 31. Oktober 2026. Unter dem Schlagwort Blocus verbreiten anonyme Profile auf TikTok, Telegram und anderen Netzwerken Termine und Treffpunkte in mehreren Städten, besonders in Madrid und Barcelona. In den kursierenden Materialien erscheinen eine Ästhetik mit brennenden Barrikaden und manipulierte Bilder der Puerta del Sol in Flammen. Faktenprüfer dokumentieren zudem Beiträge mit Anleitungen, sich vermummt zu bewegen, sowie einzelne Aufrufe zu Plünderungen und Angriffen auf Infrastruktur.

In Katalonien haben die Mossos d'Esquadra Ermittlungen zu den jüngsten Ausschreitungen in Barcelona ausgeweitet und mehrere Festnahmen gemeldet. Die katalanische Innenministerin Núria Parlón sprach von kriminellen Aktionen ohne legitimen politischen Kern. Sie kündigte an, die Betreiber relevanter Kanäle zu identifizieren und die großen Plattformen aufzufordern, gewaltverherrlichende Chats zu schließen. Die Ermittlungen richten sich nach Behördenangaben sowohl gegen mutmaßliche Urheber als auch gegen Administratoren einschlägiger Gruppen.

Auch in Madrid beobachten Polizeibehörden die Lage. In Umläufen werden als mögliche Treffpunkte die Puerta del Sol und die Plaza de España genannt; geprüft wird, welche Versammlungen ordnungsgemäß angezeigt wurden. Die Situation in der Hauptstadt ist durch ein seit dem 26. September bestehendes Protestcamp auf der Puerta del Sol zusätzlich politisch aufgeladen. Die Regionalregierung Madrid drängt seit Wochen auf eine Räumung, während die staatliche Vertretung auf das Recht der Versammlungsfreiheit verweist. Gerichte und Staatsanwaltschaften prüfen parallel Hinweise auf Straftatbestände wie Anstiftung und Bildung krimineller Vereinigungen.

Unabhängige Faktenchecker mahnen zu Vorsicht bei vermeintlichen Einladungen. Zahlreiche Profile seien anonym, leicht manipulierbar oder nach kurzer Zeit wieder verschwunden; nicht jede als Blocus markierte Botschaft sei echt. Behörden raten deshalb, sich primär an offiziellen Mitteilungen der Polizeien und an genehmigten Versammlungsanzeigen zu orientieren.

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen sollen am Halloween-Abend zusätzliche Kräfte in Bereitschaft stehen, um präventiv und lageabhängig zu reagieren. Gesetzlich angemeldete und friedliche Kundgebungen bleiben durch das Versammlungsrecht geschützt. Strafbare Handlungen wie Sachbeschädigung, Plünderung oder Angriffe auf Einsatzkräfte werden verfolgt. Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, aktuelle Informationen zum öffentlichen Verkehr und zu eventuellen Verkehrssperrungen zu beachten und Menschenansammlungen mit Eskalationspotenzial zu meiden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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