Kurzmeldung
Bayer und Iberdrola haben an der Produktionsstätte La Felguera in der Gemeinde Langreo (Asturien) die Einspeisung von zu 100 Prozent erneuerbarem Dampf begonnen. Die Anlage wandelt erneuerbare elektrische Energie aus einer angrenzenden Photovoltaikanlage sowie anderen Erzeugungsquellen mithilfe eines thermischen Speichers in industriellen Dampf um, der für die Herstellung von Acetylsalicylsäure benötigt wird – dem Wirkstoff in Aspirin-Produkten von Bayer.
Nach Angaben der Projektpartner wurde die kontinuierliche Versorgung in den vergangenen Tagen gestartet; die vollständige Inbetriebnahme der ersten Ausbauphase war für die zweite Hälfte des Jahres 2026 vorgesehen. Das Vorhaben basiert auf einem langfristigen Stromliefervertrag (Power Purchase Agreement) und einem Wärme- beziehungsweise Dampfliefervertrag (Heat Purchase Agreement), die Versorgungssicherheit und zeitliche Flexibilisierung der erneuerbaren Energie gewährleisten sollen.
Iberdrola und Bayer beziffern das jährliche Einsparpotenzial auf mehrere tausend Tonnen CO2; Angaben in den Presseunterlagen nennen Größenordnungen zwischen etwa 6.500 und 8.000 Tonnen pro Jahr, jeweils bezogen auf die Anfangsphase und unter Vorbehalt späterer Messungen. Technisch setzt das Projekt auf die Elektrifizierung der Dampferzeugung kombiniert mit einem Salzwärmespeicher; der Lieferumfang und die Auslegung stammen nach Unternehmensangaben von nationalen Ingenieurleistungen.
Bayer weist darauf hin, dass das Werk in La Felguera seit Jahren das weltweit ausgelieferte Acetylsalicylsäurevolumen des Konzerns produziert; dort beschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fertigen neben Acetylsalicylsäure auch weitere Wirkstoffe. Das Gemeinschaftsprojekt wurde mit Fördermitteln und Programmen zur industriellen Dekarbonisierung verknüpft und soll den Standort schrittweise in den dauerhaften Betrieb mit geringeren Scope‑1‑Emissionen überführen.
Die hier berichteten Zeitangaben, Einsparschätzungen und technischen Beschreibungen stammen aus aktuellen Mitteilungen von Bayer und Iberdrola sowie einer regionalen Meldung der Nachrichtenagentur. Für exakte Emissionsbilanzen und endgültige Kontrolldaten sind die Messungen im regulären Betrieb abzuwarten.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).