Die Regierung von Euskadi hat das Verfahren zur Vergabe der Medaillen und Plaketten zum Verdienst in Notfällen und im Zivilschutz eröffnet. Laut einer im Boletín Oficial del País Vasco veröffentlichten Orden beginnt die Frist zur Einreichung von Vorschlägen am 21. Oktober 2026 und endet am 20. November 2026. Zuständig ist die Dirección de Atención de Emergencias y Meteorología.
Vorschläge können von öffentlichen Verwaltungen, Institutionen, berufs- oder ehrenamtlich organisierten Vereinigungen sowie von Unternehmen eingereicht werden, deren Leistungen zum Sistema Vasco de Atención de Emergencias y Protección Civil gehören. Die Einreichung ist über die elektronische Verwaltungsplattform der baskischen Regierung, in den Bürgerbüros Zuzenean oder auf anderen gesetzlich vorgesehenen Wegen möglich. Erforderlich sind Angaben zur vorschlagenden Stelle, zur vorgeschlagenen Person oder Organisation, die begehrte Auszeichnung sowie eine begründete Darstellung der zugrunde liegenden Taten oder Leistungen. Ergänzende Nachweise können beigefügt werden.
Die Auszeichnungen würdigen außergewöhnliche Einzeltaten wie Lebensrettungen und riskante Einsätze ebenso wie langjährige Verdienste im Bereich der Gefahrenabwehr. Rechtsgrundlage ist das Decreto 253/2017 vom 21. November 2017, das Art und Kategorien der Ehrungen sowie das Verfahren regelt. Die Übergabe der Auszeichnungen ist für Februar 2027 vorgesehen, in zeitlicher Nähe zum Día Europeo del 112.
Die Regierung betont, dass mit den Ehrungen Mut, Solidarität und Einsatzbereitschaft hervorgehoben werden sollen, die zur Sicherheit der Bevölkerung im Baskenland beitragen. Der offene Vorschlagsprozess soll die Breite der Akteure im Notfall- und Zivilschutz abbilden – von kommunalen Diensten über freiwillige Hilfsorganisationen bis hin zu Infrastrukturbetrieben, die kritische Leistungen für den Bevölkerungsschutz erbringen.
Angaben zu möglichen Schwerpunkten der diesjährigen Vergabe, zur Zahl der Auszeichnungen und zu namentlichen Kandidaturen liegen derzeit nicht vor. Darüber wird nach Abschluss der Frist und Sichtung der eingegangenen Dossiers entschieden. Maßgeblich sind die dokumentierten Leistungen und ihre Bedeutung für die Sicherheit und den Schutz der Bevölkerung.
Mit der nun gestarteten Frist setzt die Regierung von Euskadi die Praxis fort, herausragendes Engagement im Notfall- und Zivilschutz öffentlich sichtbar zu machen. Für interessierte Einrichtungen bietet der klar gesteckte Zeitraum bis zum 20. November 2026 die Möglichkeit, begründete Vorschläge mit vollständiger Dokumentation zu erarbeiten und einzureichen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).