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Baskische Regierung sagt Vicinay weitere Unterstützung nach Treffen mit Betriebsrat zu

Vizeminister Andoitz Korta bekräftigt nach Gesprächen mit dem Betriebsrat die Zusage, Vicinay im Rahmen des Industrieverbunds ECN All Wind zu stabilisieren und Folgen des ERE abzufedern.

Der aktuelle Anlass: Am 5. November 2026 hat sich Andoitz Korta, Vizeminister für industrielle Förderung der baskischen Regierung (Gobierno Vasco), mit Vertreterinnen und Vertretern des Betriebsrats von Vicinay in Sestao getroffen. Nach Regierungsangaben bekräftigte Korta die Solidarität mit der Belegschaft und das Ziel, einen belastbaren Zukunftsplan für das Unternehmen zu sichern. Die Verwaltung verfolge den Prozess eng und direkt, betonte er.

Zur Lage des Unternehmens: Vicinay befand sich vor rund sechs Monaten in einem Insolvenzverfahren und stand nach Darstellung der Regierung vor der Schließung. Die gerichtlich bestellte Verwaltung wählte den Industriellen Dámaso Quintana als Investor. In der Folge beteiligten sich der Gobierno Vasco und der überwiegend privat getragene Fonds Ekarpen an der von Velora gegründeten Sparte ECN All Wind, in die Vicinay eingebunden wurde. Der Gobierno Vasco steuerte 7,5 Millionen Euro direkt bei und ergänzend 8,7 Millionen Euro über Ekarpen. Quintana investierte 60 Millionen Euro und ordnete die Schulden des Unternehmens neu. Aus Regierungssicht hat dies Vicinay eine zweite Chance eröffnet und rund 200 Arbeitsplätze gesichert.

Zum angekündigten Personalabbau: Die Unternehmensleitung hat ein ERE zur Anpassung der Belegschaft eingeleitet. Korta stellte klar, dass die Verhandlungen zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat geführt werden müssen und die Regierung keine Parallelrunden eröffnen werde. Zugleich sagte er zu, die Auswirkungen des ERE zu mindern und innerhalb des vergrößerten Verbunds ECN All Wind nach Möglichkeiten zur Versetzung betroffener Beschäftigter zu suchen. Der Einstieg der öffentlichen Hand bedeute nicht, dass Vicinay zu einem öffentlichen Unternehmen geworden sei; Entlassungen könnten in der Privatwirtschaft nie kategorisch ausgeschlossen werden, so Korta.

Wirtschaftlicher Kontext und Ausblick: ECN All Wind ist auf Offshore-Wind sowie Netze für Übertragung und Verteilung spezialisiert. Innerhalb dieser Wachstumsstrategie wurde für Álava eine neue Anlage mit einem Investitionsvolumen von 100 Millionen Euro angekündigt, die nach Unternehmensangaben etwa 100 Stellen schaffen soll. Für Vicinay eröffnet die Einbindung in ECN All Wind Chancen auf Aufträge in der Offshore-Energie, zugleich bleiben Umfang und Tempo der Konsolidierung abhängig von der Marktlage und dem Ergebnis der laufenden Verhandlungen.

Einordnung der Aussagen: Die genannten Finanzbeiträge, Beteiligungsstrukturen und Investitionspläne stammen aus offiziellen Mitteilungen des Gobierno Vasco. Bewertungen zu Beschäftigungseffekten und die konkrete Umsetzung der zugesagten Versetzungen hängen von weiteren betrieblichen Entscheidungen ab und sind noch offen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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