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Baskische Regierung kauft 510 Wohnungen in Donostia und hält sie im Sozialmietbestand

Die baskische Regierung (Gobierno Vasco) erwirbt 510 Mietwohnungen im Quartier Benta Berri von einer Blackstone-Tochter. Damit bleiben die Einheiten über 2028 hinaus geschützt und fallen nicht in den freien Markt.

Die baskische Regierung (Gobierno Vasco) hat eine Einigung mit Testa Homes, einer Tochter von Blackstone, zum Ankauf von 510 Wohnungen im Donostiaer Stadtteil Benta Berri erzielt. Mit der Transaktion soll verhindert werden, dass die geförderten Einheiten Ende 2028 ihre Schutzfrist verlieren und in den freien Markt übergehen. Nach Regierungsangaben liegt das Investitionsvolumen bei knapp 100 Millionen Euro; das entspricht rund 15 Prozent des für 2026 veranschlagten Budgets des Wohnungsressorts.

Die betroffene Siedlung stammt aus den 1990er-Jahren und wurde damals nach der bis 2003 gültigen Regelung für geförderten Wohnraum errichtet. Infolge mehrerer Eigentümerwechsel – zunächst Metrovacesa und Vallehermoso, später Merlin – landete das Paket schließlich bei Testa Homes. Der Fall gilt als eine der größten Einzeloperationen dieser Art in Spanien. In Benta Berri leben etwa 1.700 Menschen, die nun im Bestand des sozialen Mietsegments verbleiben sollen.

Wohnungsminister Denis Itxaso (PSE-EE) begründete den Ankauf damit, dass der Neubau eines vergleichbar großen Bestandes die öffentliche Hand ähnlich viel kosten würde, aber deutlich mehr Zeit beanspruche. Zudem solle der Staat dort, wo geförderte Bestände auslaufen, verstärkt als Käufer auftreten, um spekulativen Preisauftrieb und Verdrängung zu verhindern. Die Regierung kündigte vertragliche Sicherungen und Kontrollen an, um die dauerhafte Nutzung als Sozialmietwohnungen abzusichern.

Die Vereinbarung reiht sich in weitere Schritte zur Stärkung des öffentlichen Angebots ein. Bereits im Sommer hatte das Gobierno Vasco rund 100 Wohnungen von Kutxabank übernommen. Parallel treibt das Ressort Instrumente für angespannte Wohnungsmärkte voran, etwa Eingriffe bei Verkäufen von geförderten Einheiten. Itxaso hatte zudem angekündigt, bei ausgewählten Transaktionen den Käufer festzulegen, um Überpreise zu unterbinden.

Zugleich bleibt die politische Debatte offen. Kritiker verweisen darauf, dass Einzelankäufe strukturelle Engpässe nicht beheben und fordern den beschleunigten Bau dauerhaft preisgebundener Wohnungen. Die Landesregierung hält dem entgegen, dass die öffentliche Hand sowohl bestehende Bestände sichern als auch den Neubau ausweiten müsse, um kurzfristig Stabilität und mittelfristig zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Rechtliche und finanzielle Details der Benta-Berri-Operation sollen in den kommenden Wochen veröffentlicht und im Parlament beraten werden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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