Die baskische Ministerin für nachhaltige Mobilität, Susana García Chueca, wird am Dienstag, 29. September, in der französischen Region Provence-Alpes-Côte d'Azur und in Monaco Gespräche zur grenzüberschreitenden Personenmobilität per Bahn führen. Der Besuch findet im Rahmen des EU-Projekts Crosusmob statt, das von der öffentlichen Infrastrukturgesellschaft Euskal Trenbide Sarea geleitet und über Interreg Europe sowie den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert wird.
Im Mittelpunkt stehen zwei Bahnkorridore von Cannes, Nizza und Breil-sur-Roya nach Ventimiglia in der italienischen Region Ligurien. Die Delegation aus dem Baskenland will mit lokalen und nationalen Stellen Hindernisse identifizieren, die den grenzüberschreitenden Zugverkehr bremsen, und über praktikable Lösungen bei Betrieb, Fahrplänen und Tarifen sprechen. Zusätzlich sind Gespräche mit den für Mobilität und Infrastruktur zuständigen Behörden in Monaco vorgesehen. Ebenfalls geplant ist eine Vor-Ort-Besichtigung der Straßenbahn von Nizza.
García Chueca begründet die Reise mit der Suche nach anwendbaren Erfahrungen für das Baskenland: Andere Verwaltungen stünden vor ähnlichen Aufgaben, deren Antworten sich auf Euskadi übertragen ließen. Sie wirbt dafür, die Bahn als nachhaltige Alternative zum Auto zu stärken.
Hintergrund ist die Zielsetzung von Crosusmob, regionale und nationale Politiken so weiterzuentwickeln, dass der Einheitliche Europäische Eisenbahnraum praktisch umgesetzt wird. Dazu gehören der Abbau technischer, organisatorischer und regulatorischer Barrieren an Grenzen, mehr Interoperabilität, die Abstimmung von Fahrplänen sowie integrierte Tarifsysteme. Laut den Projektangaben ist derzeit nur etwa sieben Prozent des europäischen Personenverkehrs auf der Schiene grenzüberschreitend. Das erschwert es, den öffentlichen Verkehr als einfache und bezahlbare Option gegenüber dem privaten Auto zu etablieren.
Konkrete Vereinbarungen für die genannten Korridore nennt die baskische Regierung im Vorfeld nicht. Die anstehenden Termine sind als fachlicher Austausch und als Bestandsaufnahme angelegt. Ob daraus kurzfristig Änderungen bei Angebot oder Preisen erwachsen, bleibt offen und würde weitere Beschlüsse der beteiligten Verwaltungen und Betreiber voraussetzen. Die genannten Ziele, Bewertungen und Absichten werden der Regierung von Euskadi und der Ministerin zugeschrieben; belastbare Entscheidungen liegen zum Zeitpunkt der Ankündigung nicht vor.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).