Baskenland

Baskenland eröffnet neue Bühnen-Saison mit der Kampagne Antzerkiya

In Getxo hat Vizelehendakari Ibone Bengoetxea die Saison 2026/27 eröffnet und die Rolle des Netzwerks Sarea betont. Geplant sind mehr als 2.000 Vorstellungen, rund 40 Prozent davon auf Baskisch.

Euskadi hat am 30. September 2026 in Muxikebarri in Getxo die neue Saison der darstellenden Künste eröffnet. Vizelehendakari und Ministerin für Kultur und Sprachpolitik Ibone Bengoetxea stellte dabei die Kampagne ANTZERKIYA! vor, die das Publikum zurück in Theater und Bühnenräume holen soll. Nach Regierungsangaben sind für 2026/27 mehr als 2.000 Vorstellungen mit über 1.200 unterschiedlichen Produktionen und mehr als 1.000 beteiligten Compagnien geplant; die Prognose liegt bei über 500.000 Zuschauerinnen und Zuschauern. Etwa 40 Prozent der Vorstellungen sollen auf Baskisch (Euskera) stattfinden, rund 60 Prozent stammen von Compagnien aus Euskadi.

Im Zentrum der Saisonplanung steht das interinstitutionelle Netzwerk SAREA. Die Regierung bezeichnet SAREA als Koordinationsinstrument, das Programmierung, Produktion, Tourneen und den Kontakt zum Publikum systematisch verzahnt. Die seit 1993 bestehende Struktur vereint derzeit 68 Spielstätten in 59 Gemeinden des Baskenlands und soll eine stabile, vielfältige und bürgernahe Programmgestaltung sichern. Bengoetxea würdigte die Zusammenarbeit zwischen Institutionen, Häusern und Szene als wesentlichen Faktor für die Tragfähigkeit von Produktionen und die Nähe kultureller Angebote zur Bevölkerung.

Als Beispiel für die geplante Zirkulation von Produktionen nannte die Regierung den Circuito Concertado. Dieses Verfahren bringt vor Saisonbeginn Bühnen und Compagnien zusammen, um Tourneen verbindlich zu verabreden und Planungssicherheit zu schaffen. Für 2026 meldet die Administration 15 abgeschlossene Tourneen in 49 Theatern der SAREA-Struktur mit insgesamt 284 Vorstellungen und einem Vertragsvolumen von mehr als 1,2 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 14 Prozent gegenüber 2025. Ziel ist es, die wirtschaftliche Basis der Projekte zu stärken und den Zugang zu Förderinstrumenten zu erleichtern.

Die Eröffnung in Getxo versammelte rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Spielstätten, Compagnien und Verbänden. Fest steht: Die Regierung setzt mit ANTZERKIYA! und SAREA auf Kooperation und planbare Strukturen, um Reichweite und Qualität der darstellenden Künste im Baskenland zu erhöhen. Aussagen zu Beschäftigung, Verkaufserlösen oder nachhaltiger Publikumsentwicklung sind zum jetzigen Zeitpunkt Prognosen der Verantwortlichen und keine bereits eingetretenen Ergebnisse.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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