Katalonien

Barcelona plant Regenrückhaltebecken Rambla Prim für 2028

Barcelona kündigt den ersten neuen Regenrückhaltebehälter seit 15 Jahren an. Rambla Prim soll 2028 starten, weitere Projekte sind in Vorbereitung.

Barcelona will 2028 den unterirdischen Regenrückhaltebehälter Rambla Prim in Betrieb nehmen. Das kündigte Laia Bonet, Erste Stellvertretende Bürgermeisterin, bei einem Besuch des bestehenden Beckens im Park Joan Miró an. Die Anlage wäre der erste neue Bau dieser Art in der Stadt seit 15 Jahren und Teil einer Strategie, das Entwässerungssystem gegen Starkregen robuster zu machen.

Nach Angaben des Ajuntament de Barcelona verfügt die Stadt derzeit über 15 Regenrückhaltebecken mit einer gemeinsamen Speicherkapazität von rund 447.000 Kubikmetern. Das größte Becken liegt unter dem Park Joan Miró und fasst etwa 55.000 Kubikmeter. Für Rambla Prim wird in städtischen Unterlagen ein nutzbares Volumen von ungefähr 90.000 Kubikmetern genannt. Die Verwaltung begründet den Ausbau mit den heftigen Niederschlägen Anfang Oktober 2026, bei denen die Becken hohe Auslastungen erreichten und größere Überschwemmungen verhindert wurden.

Bonet warb dafür, die Projekte zu beschleunigen. Neben Rambla Prim bereitet die Stadt drei weitere Vorhaben vor: Sagrera, Vallcarca und Bac de Roda. Der Stadtrat hatte bereits 2025 beschlossen, im Untergrund Flächen für den Bau von insgesamt 29 neuen Depots zu reservieren. Rambla Prim zählt zu den vorrangigen Vorhaben, weil es ein großes Einzugsgebiet im Nordosten Barcelonas entlasten soll.

Zum Zeitplan teilt die Stadt mit, Rambla Prim in mehreren Bauphasen zu realisieren. 2028 ist als Zieljahr für die Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe gesetzt. Konkrete Gesamtkosten nennt die Verwaltung bislang nicht einheitlich; Haushaltsunterlagen veranschlagen Mittel für vorbereitende Arbeiten und frühe Bauabschnitte. Ausschreibungen und weitere Finanzierungsentscheidungen sind nach Darstellung der Stadt in den kommenden Haushalts- und Ausschussrunden zu erwarten.

Fachlich gilt: Zusätzliche Rückhaltevolumen können die Mischwasserkanalisation in Extremereignissen entlasten, Überläufe in Gewässer reduzieren und die Klärwerke stabiler auslasten. Risiken liegen in der parallelen Finanzierung mehrerer Großbauten, der Abstimmung mit dem Netzbetrieb und der laufenden Wartung. Während die genannten Kapazitäten und Projekte in städtischen Papieren dokumentiert sind, bleiben Termin und Umfang einzelner Bauphasen vom Fortgang der Planfeststellung und der Vergaben abhängig.

Die Stadtverwaltung hebt als unmittelbaren Anlass die Oktober-Unwetter hervor. Aussagen über den künftigen Nutzen der zusätzlichen Becken sind Einschätzungen der Verantwortlichen; verbindlich sind bislang die vorliegenden Beschlüsse, Planunterlagen und der Zieltermin 2028 für Rambla Prim.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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