Katalonien

Barcelona: Generalitat ordnet 20 Prozent Mindestbetrieb an, zur Stoßzeit 40 Prozent

Während des heutigen siebenstündigen Busstreiks bei TMB in Barcelona gelten 20 Prozent Mindestdienste von 10 bis 16 Uhr und 40 Prozent von 16 bis 17 Uhr.

Die Regierung von Katalonien hat für den heutigen Dienstag in Barcelona Mindestdienste im Stadtbusverkehr von Transports Metropolitans de Barcelona festgelegt. Laut Beschluss des Departament d’Empresa i Treball müssen zwischen 10 und 16 Uhr 20 Prozent des regulären Angebots gefahren werden; von 16 bis 17 Uhr, wenn die Nachmittags-Hauptverkehrszeit beginnt, sind 40 Prozent vorgeschrieben. Zudem ist pro Linie mindestens ein sogenannter „Bus de barri“ (Stadtteilbus) sicherzustellen sowie das Personal, das für den Betrieb der reduzierten Verkehre und den Wiederanlauf notwendig ist.

Anlass ist eine von Beschäftigten des Unternehmens angekündigte Arbeitsniederlegung von 10 bis 17 Uhr. Die Belegschaft hält in den Cocheras de Sants eine außerordentliche Versammlung ab, um über weitere Schritte in einem Tarifkonflikt zu beraten. Der Betriebsrat und mehrere vertretene Gewerkschaften verweisen darauf, dass nach zehn Monaten Gesprächen und 23 Verhandlungsrunden keine substanziellen Fortschritte beim neuen Kollektivvertrag erreicht worden seien. Als offene Punkte nennen sie Lohnerhöhungen, die Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden, verbesserte Dienstpläne, die Einhaltung von Ruhezeiten sowie Leistungen wie das Weihnachtspaket.

Transports Metropolitans de Barcelona betont, die Verhandlungen mit den Gewerkschaften liefen weiter. Fahrgäste wurden gebeten, zusätzliche Fahrzeit einzuplanen und die aktuellen Betriebshinweise zu beachten. Andere öffentliche Verkehrsmittel in der Metropolregion, etwa Rodalies und FGC, kündigten keine eigenen Einschränkungen an; an wichtigen Umsteigepunkten kann es dennoch zu höherer Nachfrage kommen.

Die angeordneten Mindestdienste sollen die Funktionsfähigkeit zentraler Verbindungen aufrechterhalten und gleichzeitig das Streikrecht schützen. Für Reisende bedeutet dies spürbar längere Taktabstände auf zahlreichen Linien, insbesondere am späten Vormittag und frühen Nachmittag. In der Stunde mit 40 Prozent Angebot wird die Lage voraussichtlich etwas entlastet, ohne den regulären Betrieb zu erreichen. Ob aus der heutigen Versammlung weitere Ausstände folgen, hängt von den nächsten Verhandlungsrunden ab; die Beteiligten äußern sich dazu bislang zurückhaltend.

Der Eingriff der Generalitat ist bei Arbeitskämpfen im öffentlichen Verkehr in Spanien üblich. Er wird mit dem Schutz grundlegender Dienste begründet und richtet sich in der Höhe nach Tageszeit, Netzbelastung und Alternativen im Verkehrssystem. In Barcelona spielt dabei der dichte Busverkehr in den Stadtteilen eine zentrale Rolle, weshalb die Behörden zusätzlich je Linie mindestens einen Stadtteilbus vorgeben.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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