Wirtschaft

Banco Sabadell verdient 1,376 Milliarden Euro bis September und zahlt Dividende aus

Banco Sabadell meldet für die ersten neun Monate 2026 einen Nettogewinn von 1,376 Milliarden Euro, 1 Prozent weniger wegen der im Mai veräußerten TSB. Am 29. Dezember folgt eine Zwischendividende von 0,07 Euro je…

Banco Sabadell hat der Comisión Nacional del Mercado de Valores am 29. Oktober 2026 die Ergebnisse für die ersten neun Monate des Jahres gemeldet. Der Nettogewinn lag bei 1,376 Milliarden Euro und damit um 1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Hauptgrund ist die geringere Ergebnisbeiträge der im Mai an Santander verkauften britischen Tochter TSB. Ohne TSB und Sondereffekte verdiente das Institut im dritten Quartal 405 Millionen Euro, 13 Prozent mehr als im zweiten Quartal. Die wiederkehrende Rentabilität, gemessen an der RoTE, stieg per Ende September auf 14,2 Prozent.

Der Verwaltungsrat beschloss eine Zwischendividende von 0,07 Euro je Aktie, zahlbar am 29. Dezember 2026. Das entspricht insgesamt rund 325 Millionen Euro. Parallel verweist die Bank auf ein laufendes Aktienrückkaufprogramm, bei dem zum Zeitpunkt der Bekanntgabe noch ein Restvolumen offen war.

Operativ profitiert Banco Sabadell von höheren Zins- und Provisionsüberschüssen bei stabilen laufenden Kosten. Die Kreditvergabe wuchs im Jahresvergleich; das Kreditvolumen belief sich konzernweit auf rund 124,9 Milliarden Euro. In Spanien, dem größten Markt, legte es auf etwa 106,4 Milliarden Euro zu. Besonders dynamisch zeigte sich das Konsumentenkreditgeschäft mit einem Plus von 12,7 Prozent.

Die Abgabe von TSB dämpfte zwar den Konzernbeitrag der britischen Einheit im laufenden Jahr, verschaffte aber zugleich Klarheit über das Profil des Kerngeschäfts in Spanien. Das Management betont für den weiteren Jahresverlauf die Absicht, Erträge zu steigern und Kosten unter Kontrolle zu halten. Prognosen zur künftigen Profitabilität bleiben über diese Leitlinien hinaus zurückhaltend und hängen von der Zinsentwicklung sowie der Nachfrage im Firmen- und Privatkundengeschäft ab.

Als weiterer aktueller Punkt wird die Beteiligung der französischen Gruppe BPCE genannt. BPCE hält rund 7 Prozent an Banco Sabadell, eine im Oktober 2026 publik gewordene Position, die in Unternehmensangaben als möglicher Hebel für Kooperationen beschrieben wird. Frühere Berichte bezifferten den Wert dieser Beteiligung auf etwa 1,2 Milliarden Euro. Die Bank stellt diese Entwicklung als strategisch relevant dar, ohne kurzfristige finanzielle Effekte zu quantifizieren.

Die CNMV-Veröffentlichung, die Ergebnispräsentation und begleitende Mitteilungen belegen Zahlen, Termine und Maßnahmen. Aussagen zu Marktumfeld und Strategie sind dem Unternehmen zugeschrieben und als Ausblick zu verstehen. Spanien bleibt der Schwerpunkt der Geschäftsentwicklung, während nicht strategische Engagements reduziert wurden.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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