Wirtschaft

Banco de España präsentiert Studie zu Transparenz bei 35 Zentralbanken

Die spanische Notenbank veröffentlicht eine vergleichende Analyse zu Transparenz und Rechenschaftspflicht und stellt sie ab 16. September auf dem GIGAPP-Kongress vor.

Der Banco de España veröffentlicht eine vergleichende Analyse zur Transparenz und zur öffentlichen Rechenschaftspflicht von Zentralbanken und Finanzaufsichtsbehörden. Die Studie wird ab 16. September 2026 in mehreren Sitzungen des 13. GIGAPP-Kongresses vorgestellt und diskutiert, darunter virtuelle Panels am 16., 17. und 23. September sowie Beiträge in Präsenz am 21. und 22. September in Alcalá de Henares. Die Koordination liegt nach Angaben des Veranstalters bei der Abteilung Transparenz des Banco de España; unter den Vortragenden sind Mitarbeitende der Notenbank und externe Forschende, unter anderem aus der Banca Națională a României.

Kern des Berichts ist ein systematischer Ländervergleich zu Offenlegungspflichten, internen Evaluationsverfahren und Formen der öffentlichen Berichterstattung bei 35 Zentralbanken und nationalen Aufsehern. Ziel ist es, Transparenz und Rechenschaftspflicht als Treiber institutioneller Anpassungen zu messen und daraus Empfehlungen für Governance-Reformen abzuleiten. Nach Darstellung der Bank fließen die Ergebnisse in laufende interne Diskussionen über eine Stärkung von Unabhängigkeit, Governance und Rechenschaftspflicht ein.

Die Führung des Banco de España hatte am 26. Juni 2026 Optionen zur Anpassung interner Regeln vorgestellt. Medienberichten zufolge betreffen diese Vorschläge unter anderem klarere Berichtswege, präzisere Anforderungen an die Offenlegung und eine Festigung der Evaluationsstrukturen. Verbindliche Beschlüsse des zuständigen Führungsgremiums, des Consejo de Gobierno, liegen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Analyse nicht vor. Etwaige Regeländerungen würden gegebenenfalls formeller Beschlüsse und, sofern einschlägig, gesetzlicher Anpassungen bedürfen.

Als Kontext verweist die Notenbank auf Reformen seit 2024, darunter die Aufwertung der internen Evaluationsfunktion zu einem Office für unabhängige Bewertungen im September 2024. Zudem prägen jüngste Rechtsänderungen in Spanien den Rahmen: Am 25. August 2026 trat ein Real Decreto-ley in Kraft, das Transparenzanforderungen für Interessengruppen neu ordnet und damit die öffentliche Rechenschaftspflicht im weiteren Sinne berührt. Die Studie verortet solche externen Impulse, ohne deren unmittelbare Wirkung auf die Zentralbankpraxis vorwegzunehmen.

Folgen und Einordnung: Kurzfristige operative Änderungen sind aus der Veröffentlichung allein nicht abzuleiten. Der Bericht liefert vor allem Benchmarks für Offenlegungspraktiken und überprüfbare Kriterien für interne Bewertungen. Konkrete Schritte hängen von den Beratungen im Consejo de Gobierno ab und, wo nötig, von politischen Verfahren. Zuschreibungen zu erwarteten Maßnahmen beruhen derzeit auf Vorträgen und internen Papieren; belastbare Entscheidungen sind noch nicht bekannt.

Mit der kombinierten Veröffentlichung und der Diskussion auf dem GIGAPP-Kongress setzt der Banco de España ein Signal für mehr Vergleichbarkeit der Aufsichtskultur im europäischen und internationalen Umfeld und eröffnet zugleich eine Spur für mögliche eigene Governance-Updates.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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