Wirtschaft

Banco Bilbao Vizcaya Argentaria bestätigt organisches Wachstum und schließt neue Offerte für Banco Sabadell aus

Bei der Vorlage der Zahlen am 29. Oktober 2026 bekräftigte CEO Onur Genç, dass Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) organisch wachsen will und keinen neuen Übernahmeversuch bei Banco Sabadell plant.

Kurzmeldung

Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) hat am 29. Oktober 2026 bei der Vorstellung der Quartals- und Zwischenergebnisse seine Strategie für den Heimatmarkt Spanien bekräftigt und gleichzeitig Spekulationen über einen neuen Übernahmeversuch auf Banco Sabadell zurückgewiesen. Konzernchef Onur Genç sagte nach der Vorlage der Zahlen ausdrücklich, die Bank setze auf organisches Wachstum und prüfe derzeit keine Übernahmen – auch nicht im Fall eines späteren Regierungswechsels nach den für den 29. November 2026 angesetzten Parlamentswahlen.

Für die ersten neun Monate des Jahres 2026 wies BBVA ein dem Konzern zurechenbares Ergebnis von 9,066 Milliarden Euro aus, ein Plus von rund 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Management führt die Verbesserung vor allem auf höhere Nettozinserträge, steigende Kreditvolumina und stabile Provisionserträge zurück. Vor diesem Hintergrund will die Gruppe in Spanien insbesondere margenstarke Segmente wie Firmenkunden und Konsumentenkredite intensivieren, um Marktanteile organisch zu erhöhen.

Genç bezeichnete die Frage einer erneuten Übernahmeofferte für Banco Sabadell als „geschlossenes Kapitel“. Die frühere Offerte war im Oktober 2025 gescheitert; damals hatten Unterstützungsquoten von etwa einem Viertel und staatliche Auflagen eine Rolle gespielt. In den vergangenen Wochen hatten manche Analysten spekuliert, ein Regierungswechsel könne regulatorische Bedingungen verändern; BBVA stellte dem jedoch die Priorität der organischen Expansion entgegen.

Die Gruppe verwies zudem auf günstige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen in Spanien: Interne Projektionen nennen für 2026 ein Wachstum von 2,6 Prozent und für 2027 von 2,1 Prozent. Das Management interpretiert diese Perspektive als Chance, durch Konzentration auf das Kerngeschäft Erträge zu steigern. Konkrete Akquisitionspläne nannte BBVA nicht; mögliche strategische Änderungen würden transparent kommuniziert.

Die Aussagen der Geschäftsführung und die veröffentlichten Zahlen liefern die Grundlage für die aktuelle Einschätzung der Bank. Kurzfristige Entwicklungen an den Märkten und politische Entscheidungen bleiben jedoch Unsicherheitsfaktoren für künftige strategische Optionen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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