Balearen

Balearen-Regierung und Partido Popular unterstützen die Son-Espases-Leiterin trotz Vorwürfen von Mobbing

Im Parlament der Balearen bekräftigte die Gesundheitsministerin die Unterstützung für die Geschäftsführerin des Universitätsklinikums Son Espases, während Opposition und Gewerkschaften transparente Prüfungen der Vorwürfe fordern.

Kurzmeldung

Die Balearen-Regierung hat am 15. September 2026 im Parlament öffentlich ihre Unterstützung für die Geschäftsführerin des Universitätsklinikums Son Espases, Cristina Granados, bekräftigt. Die Consellera für Gesundheit, Manuela García, bezog sich in ihrer Erklärung auf frühere Aussagen des Vizepräsidenten und Regierungssprechers Antoni Costa und sagte, Granados’ Arbeit spreche für sich. Die Äußerungen erfolgten vor dem Hintergrund mehrerer Abgänge in der Klinikleitung und einer öffentlichen Beschwerde einer ehemaligen Mitarbeiterin, die über Demütigungen und Mobbing berichtet hat.

Die Vorwürfe wurden in Regionalmedien und durch eine öffentliche Erklärung der ehemaligen Leiterin der Kommunikationsabteilung bekannt. Die Junta de Personal von Son Espases lehnte am 7. September 2026 eine formelle Verurteilung des geschilderten Falls ab; Gewerkschaften wie Satse forderten zugleich die Einberufung einer außerordentlichen Junta de Personal und die Anhörung der Geschäftsführung, um bestehende Anti-Mobbing-Protokolle zu prüfen. Offizielle Untersuchungsergebnisse oder ein abgeschlossenes Disziplinarverfahren lagen bis zum 15. September 2026 weder aus dem Parlament noch aus der Krankenhausverwaltung vor.

Die Oppositionsfraktion PSIB-PSOE verlangt den Rücktritt von Cristina Granados. Die sozialistische Abgeordnete Amanda Fernández sprach von einem „unhaltbaren“ Arbeitsklima, das Beschäftigte und Patientinnen und Patienten gleichermaßen belaste. Vertreter der Klinikverwaltung wiesen diese Einschätzung zurück und betonten, Personalwechsel würden verwaltungsintern geprüft; ein sofortiger Personalwechsel sei derzeit nicht geplant.

Sachlich stehen damit zwei Positionen gegenüber: Die Regierung und Teile des Partido Popular stützen die Kontinuität der Leitung und verweisen auf die Aufrechterhaltung des Betriebs, während Oppositionsparteien und Beschäftigtenvertretungen transparente und möglichst unabhängige Prüfungen der Vorwürfe fordern. Wie die Verwaltung weiter vorgeht, hängt von möglichen formalen Anzeigen, parlamentarischen Anfragen und den Ergebnissen interner oder externer Untersuchungen ab. Bis zum 15. September 2026 sind keine öffentlichen Ergebnisse solcher Prüfungen bekannt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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