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Baldoví fordert nach Unglück von Urda politische Konsequenzen von Sánchez

Compromís-Sprecher Joan Baldoví verlangt nach dem Zugunglück von Urda mit bisher 69 Toten Rücktritte oder klare Verantwortungsübernahmen und eine umfassende Sicherheitsprüfung der Hochgeschwindigkeitsnetze.

Der Sprecher von Compromís in Les Corts Valencianes, Joan Baldoví, hat am Montag, 2. November 2026, von Ministerpräsident Pedro Sánchez die Übernahme politischer Verantwortung nach dem Zugunglück bei Urda (Provinz Toledo) gefordert. Er stellte den Verbleib von Verkehrsminister Óscar Puente offen infrage und sagte, der Minister solle die anstehenden Wahlen nicht mehr im Amt erleben. Zugleich verlangte er eine umfassende unabhängige Prüfung der Sicherheits- und Überwachungssysteme auf allen Hochgeschwindigkeitsstrecken.

Anlass der Forderungen ist der schwere Unfall vom 29./30. Oktober 2026 nahe Urda, bei dem nach bisher offiziellen und journalistischen Angaben 69 Menschen ums Leben kamen. In den Tagen nach dem Unglück hatte Óscar Puente seinem Präsidenten seinen Rücktritt angeboten; Pedro Sánchez bat ihn daraufhin, im Amt zu bleiben. Oppositionsparteien fordern seitdem ebenfalls Konsequenzen.

Baldoví verband seine Kritik mit dem Hinweis auf ein weiteres gravierendes Bahnereignis in diesem Jahr bei Adamuz. Zwei schwere Unfälle binnen weniger Monate stellten die Zuverlässigkeit zentraler Sicherheitssysteme infrage. Er fordert deshalb eine lückenlose Auditierung der Netze und klare Fristen für Nachbesserungen. Die Teilnahme konservativer Parteien an den juristischen Verfahren bezeichnete er als widersprüchlich, solange sie einer systematischen Überprüfung der Infrastruktur nicht mit gleicher Entschlossenheit zustimmten.

Als unmittelbaren nächsten Schritt erwartet Baldoví belastbare Auskünfte in der anberaumten Sitzung der Diputación Permanente des Congreso de los Diputados. Dort soll der Minister erläutern, wie es zu zwei gravierenden Vorfällen in so kurzer Zeit kommen konnte, welche externen und internen Audits geplant sind und bis wann Ergebnisse vorliegen. Baldoví betonte zugleich, dass Personalentscheidungen beim Partido Socialista Obrero Español und beim Präsidenten lägen; seine Partei verlange keine juristische Vorverurteilung, wohl aber politische Verantwortungsübernahme.

Hintergrund der Debatte ist ein offenes Verantwortungsgefüge zwischen dem Verkehrsministerium, dem staatlichen Infrastrukturbetreiber ADIF und den Betreibern einzelner Linien. In Regierungserklärungen und Stellungnahmen der Opposition sind technische Fehler, Wartungsdefizite und mögliche Versäumnisse beim Risikomanagement benannt worden; gesicherte Ursachenfeststellungen stehen aus. Die politische Auseinandersetzung fällt in eine Phase intensiver Wahlkampftermine, was den Druck auf rasche, überprüfbare Zusagen zu Sicherheit, Auditierung und öffentlicher Rechenschaft erhöht. Offizielle Opferzahlen und Zeitangaben beruhen auf Behördeninformationen und überregionaler Berichterstattung; sie können sich mit dem Fortgang der Ermittlungen ändern.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen