Die Confederación Hidrográfica del Guadiana (CHG) hat am 14. Oktober 2026 gemeldet, dass im Río Guadiana an der Stadt Badajoz bislang 95.000 Kubikmeter Schlamm ausgehoben wurden. Die Entschlammungsarbeiten sind Teil der Maßnahmen zur Bekämpfung des sogenannten nenúfar mexicano (Nymphaea mexicana), einer invasiven Wasserpflanze, die sich an nährstoffreichem Sediment festsetzt. Mit dem erreichten Zwischenstand verlagern sich die Arbeiten nun in den tramo urbano, also in den städtischen Abschnitt des Flusses.
Nach CHG-Angaben werden Sedimente und Pflanzenreste kombiniert entfernt: Das Absaugen und Ausbaggern des Schlamms wird durch die maschinelle Beseitigung der Bestände der mexikanischen Seerose ergänzt. Diese Doppelstrategie soll verhindern, dass zurückbleibende Rhizome und Samenbestände die Population rasch wieder aufwachsen lassen. Die Entnahme erfolgt abschnittsweise über rund 25 Kilometer innerhalb des Gemeindegebiets von Badajoz.
Die ausgehobenen Sedimente werden den Behörden zufolge in dafür vorgesehenen Graveras der Umgebung deponiert. Für die Durchführung der Arbeiten hat die CHG unter anderem das öffentliche Unternehmen Tragsa beauftragt; das Projekt wird teilweise aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (FEDER) kofinanziert. Um Auflagen des Arten- und Vogelschutzes im Umfeld ausgewiesener Schutzgebiete einzuhalten, konzentrieren sich die Eingriffe auf die genehmigten Zeitfenster zwischen Oktober und Februar.
Die 95.000 Kubikmeter gelten als vorläufiger Wert zum Stichtag 14. Oktober 2026. Bei der zweiten Sitzung der Comisión de Seguimiento hob die CHG hervor, dass die vollständige Eindämmung einer an Sediment gebundenen invasiven Art wiederholte Eingriffe über mehrere Saisons erfordere. Der nun anstehende Wechsel in den tramo urbano bringt erhöhte Sicherheits- und Kommunikationsanforderungen mit sich, da die Arbeiten näher an bebauten und intensiv genutzten Uferzonen stattfinden.
Die Behörde betont, dass die Maßnahmen seit Oktober 2025 laufend und planerisch aufeinander abgestimmt sind. Ziel ist es, Pflanzenreste und den sie begünstigenden Schlamm konsequent zu entfernen, Rücklagerungen zu vermeiden und die Kontrolle des Bestands langfristig zu sichern. Sichtbare Fortschritte entlang der bisherigen Arbeitsabschnitte werden aus CHG-Sicht bestätigt; zugleich wird mit Blick auf die kommenden Phasen auf eine enge Koordination mit den städtischen Diensten von Badajoz und auf eine transparente Information der Öffentlichkeit verwiesen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).