Die von der Junta de Castilla y León eingesetzte Arbeitsgruppe zur Zukunft der Nissan‑Fabrik in Ávila hat am 22. September 2026 erneut beraten, wie die industrielle Tätigkeit des Werks gesichert werden kann. Anlass ist die Entscheidung von Renault, die Zusammenarbeit mit der Anlage in Ávila Ende 2026 zu beenden. In der Fabrik arbeiten derzeit rund 450 Menschen.
Das Treffen fand in der Delegación Territorial der Junta in Ávila statt. Vor Ort nahmen der Delegado Territorial José Francisco Hernández Herrero, der Präsident der Diputación Provincial Carlos García González, der Bürgermeister von Ávila Jesús Manuel Sánchez Cabrera und Vertreter des Betriebsrats von Nissan teil. Zugeschaltet war unter anderem der Vizekonsejero für Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit, Carlos Martín Tobalina. Die Regionalverwaltung betonte, Ziel sei es, die Kontinuität der Produktion zu sichern und neue industrielle Projekte zu identifizieren.
Nach Angaben der Junta de Castilla y León wurden Optionen aus dem Automobilzuliefersektor, die Vergabe von Drittaufträgen sowie die Ansprache möglicher Investoren und Lieferanten erörtert. Die Beteiligten stellten heraus, dass kurzfristig realisierbare Vorhaben Vorrang haben, um die erwartete Verringerung der Auslastung nach dem Rückzug von Renault auszugleichen. Förderinstrumente der Regional- und Zentralverwaltung sollen dabei gezielt eingesetzt werden.
Der Betriebsrat verwies auf die Bedeutung klarer Zeitpläne und verlässlicher Zusagen, um Beschäftigung und Know-how in Ávila zu halten. Die kommunalen und provinziellen Institutionen signalisierten Unterstützung für betriebliche Umstellungen, die neue Aufträge ermöglichen könnten. Konkrete Investitionsentscheidungen lagen bis Dienstag jedoch nicht vor. Damit bleibt die Zukunft des Standorts davon abhängig, ob die Arbeitsgruppe Partner findet, die zusätzliche Produktion oder Dienstleistungen im Werk ansiedeln.
Die Arbeitsgruppe war am 20. Juli 2026 gebildet worden, unmittelbar nachdem Renault den Ausstieg angekündigt hatte. Die Regionalregierung koordiniert seither Gespräche mit Unternehmen aus der Branche sowie mit potenziellen Zulieferern. Parallel prüfen die Beteiligten, wie sich bestehende Kapazitäten der Fabrik in Ávila für neue Produktlinien nutzen lassen. Die Junta de Castilla y León kündigte an, die Abstimmung mit dem Unternehmen Nissan, der Stadt Ávila und der Diputación Provincial fortzusetzen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).