Andalusien

Australischer Film Silenced feiert Spanienpremiere in Chiclana

Der Dokumentarfilm Silenced wird am 18. September in Chiclana de la Frontera erstmals in Spanien gezeigt – im Rahmen des von Frauen organisierten Festivals GENERAMMA.

Der australische Dokumentarfilm Silenced erlebt am 18. September in Chiclana de la Frontera seine Spanienpremiere. Die Vorführung ist für 18.00 Uhr im Teatro Moderno angekündigt und Teil des Festivals GENERAMMA, das in diesem Jahr vom 15. bis 19. September in der Stadt an der Bucht von Cádiz stattfindet.

Silenced stammt von der Regisseurin Selina Miles. Nach Angaben der Produktion beleuchtet der Film die Erfahrungen von Überlebenden sexueller Gewalt sowie die Arbeit ihrer rechtlichen Unterstützerinnen. Im Mittelpunkt steht die international tätige Menschenrechtsanwältin Jennifer Robinson. Thematisiert wird insbesondere, wie Verleumdungsgesetze in verschiedenen Ländern gegen Frauen eingesetzt werden, die Übergriffe öffentlich machen.

Die Festivalleitung präsentiert die Spanienpremiere als programmatische Setzung. GENERAMMA versteht sich als Festival, das ausschließlich von Frauen realisierte Filme zeigt und der Sichtbarkeit von Frauen in der Branche verpflichtet ist. Direktorin Cristina Consuegra betont, dass es keine „Äquidistanz“ gebe, wenn es um Sexismus, geschlechtsspezifische Gewalt und die Verletzung von Rechten gehe. Das diesjährige Programm greift Schwerpunkte wie Erinnerung, Fürsorge, Territorium und Zukunft auf und stellt Arbeiten etablierter und junger Filmschaffender nebeneinander.

Zum Abschluss des Festivals ist ein Werk der früheren spanischen Kulturministerin und Drehbuchautorin Ángeles González-Sinde vorgesehen: Ihr Film Después de Kim beschließt die Ausgabe in Chiclana. Damit setzt GENERAMMA auf eine Mischung aus Premieren und Werkschauen, die aktuelle gesellschaftliche Debatten mit filmischen Mitteln verhandeln.

Die Spanienpremiere von Silenced fällt in eine andauernde rechtliche und gesellschaftliche Auseinandersetzung über sexuelle Gewalt, Verleumdung und Opferschutz. Der Film schildert den Einsatz zivilrechtlicher Mittel, die öffentliche Berichte von Betroffenen zu unterdrücken drohen. Solche Mechanismen werden in verschiedenen Rechtssystemen unterschiedlich bewertet und begrenzt. Für Spanien gilt: Konkrete juristische Folgen lassen sich nur am Einzelfall beurteilen; das Festival setzt hier vor allem einen kulturellen und öffentlichen Diskussionsrahmen.

GENERAMMA wird in Chiclana de la Frontera von einem lokalen Team organisiert und von regionalen Institutionen unterstützt. Die Entscheidung, Silenced als Spanienpremiere zu zeigen, ordnen die Veranstalterinnen als Teil eines längerfristigen Engagements ein, das Frauenrechte stärkt, Überlebende sichtbar macht und ein Publikum für eine differenzierte Auseinandersetzung mit Machtmissbrauch im audiovisuellen Sektor gewinnt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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