Katalonien

Audiencia de Barcelona stoppt Prozess im Fall maestro iluminado wegen Verfahrensfehlers

Die Sección 10 der Audiencia de Barcelona hat das Verfahren gegen den als maestro iluminado bekannten Beschuldigten wegen eines formalen Fehlers an das Juzgado de Instrucción zurückverwiesen.

Die Sección 10 der Audiencia de Barcelona hat am 28. September 2026 das Strafverfahren gegen den als maestro iluminado bezeichneten Beschuldigten wegen eines Verfahrensfehlers gestoppt und an das zuständige Juzgado de Instrucción zurückverwiesen. Nach Gerichtsangaben wurde die Sache im falschen Verfahrensweg angesetzt, weshalb Teile des bisherigen Ablaufs für nichtig erklärt wurden.

Konkret rügte das Gericht, dass die Anklage im procedimiento abreviado eröffnet worden war, obwohl die von der Fiscalía beantragten Strafen die Anwendung des sumario ordinario nahelegten. Mit der Entscheidung wird der Beginn der Hauptverhandlung in Barcelona ausgesetzt; das Untersuchungsgericht muss nun formale Mängel beheben und erforderliche Schritte neu anordnen. Eine Aussage über die materielle Stichhaltigkeit der Vorwürfe enthält der Beschluss nicht.

Die Anklage wirft dem Mann mehrere Delikte zulasten von fünf Frauen vor, die ihn in einer emotional belasteten Lebensphase aufgesucht haben sollen. Genannt werden sexueller Missbrauch, erniedrigende Behandlung und Körperverletzung. Medienberichten zufolge hatte die Staatsanwaltschaft eine Gesamtfreiheitsstrafe von rund 70 Jahren beantragt. Der Beschuldigte war nach einer Anzeige im Jahr 2021 vorläufig festgenommen worden. Die mutmaßlichen Taten sollen in Verbindung mit Aktivitäten als vermeintlicher Heiler oder spiritueller Leiter stehen; in der regionalen Berichterstattung wird ein Bezug zur Gemeinde Pobla de Lillet genannt. Eine rechtskräftige Feststellung zur Schuld liegt nicht vor.

Mit der Rückgabe der Akten an die instrucción treten praktische Folgen ein: Die formale Einordnung des Verfahrens muss berichtigt werden, was Fristen und Beweisaufnahme beeinflusst und die Terminierung einer neuen Hauptverhandlung verzögert. Rechtliche Bewertungen in Kommentaren betonen, dass eine Korrektur von Verfahrensart und Zuständigkeit die inhaltliche Prüfung nicht vorentscheidet, aber für die Wirksamkeit späterer Urteile essenziell ist.

Zitate der Beteiligten wurden vom Gericht nicht veröffentlicht. Die nun anstehende Prüfung durch das Juzgado de Instrucción wird klären müssen, ob die Anklage im passenden Verfahrensmodus fortgeführt oder in Teilen neu strukturiert wird. Bis zu einer erneuten Eröffnungsentscheidung bleibt das Verfahren in einem Zwischenstadium; weitere inhaltliche Entscheidungen sind erst nach Abschluss der korrigierten Vorprüfung zu erwarten.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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