Asturien

Asturien leitet in Kürze Verfahren für angespannten Wohnungsmarkt in Oviedo und Ribadesella ein

Regionalminister Ovidio Zapico kündigte an, in den kommenden Wochen die Einleitungsbeschlüsse für Oviedo und Ribadesella zu unterzeichnen. Für Muros del Nalón und Siero laufen vorbereitende Studien.

Der asturische Regionalminister für Raumordnung, Urbanismus, Wohnen und Bürgerrechte, Ovidio Zapico, hat am 6. November 2026 angekündigt, in den kommenden Wochen die Verfahren zur möglichen Einstufung von Oviedo und Ribadesella als Zonen mit angespanntem Wohnungsmarkt einzuleiten. In diesen beiden Gemeinden seien die Vorarbeiten am weitesten fortgeschritten. Nachgeordnet sollen Muros del Nalón und Siero folgen, für die bereits vorbereitende Studien laufen.

Die Einleitung der Verfahren ist der erste formale Schritt, um in abgegrenzten Gebieten zeitlich befristete Eingriffe am Mietmarkt zu ermöglichen. Sie kann nach der Ley por el derecho a la vivienda unter strengen Voraussetzungen erfolgen, etwa bei deutlicher Mietdynamik über dem Einkommenszuwachs oder einem überdurchschnittlich hohen Anteil an Wohnkosten. Nach der Einleitungsentscheidung folgen Anhörungen der betroffenen Kommunen, Auslegungen sowie technische Gutachten, bevor eine endgültige Erklärung als „zona de mercado residencial tensionado“ beschlossen werden kann.

Zapicos Ankündigung fügt sich in eine laufende politische Auseinandersetzung in Asturien. In der Junta General war Anfang November ein Vorstoß gescheitert, das zentrale Ballungsgebiet pauschal als angespannt auszuweisen. Zapico bekräftigte daraufhin, Entscheidungen müssten auf belastbaren Daten beruhen und im Einvernehmen mit den Gemeinden getroffen werden. Parallel prüft die Regionalregierung, in ausgewiesenen Zonen Ferienwohnungen stärker zu reglementieren, um die Angebotslage auf dem regulären Mietmarkt zu entlasten. Befürworter der Eingriffe verweisen auf Mietanstiege in touristisch geprägten Küstenorten und im städtischen Raum von Oviedo, Kritiker warnen vor negativen Anreizen für Neubau und Modernisierung.

Rechtlichen Rahmen gibt eine im Boletín Oficial del Estado veröffentlichte staatliche Resolution, die Wirkungen und Verfahren der Ausweisung präzisiert. Danach können in angespannten Zonen unter anderem Obergrenzen für Mieten bei Neuverträgen und besondere Förderinstrumente angewandt werden. Welche konkreten Quartiere in Oviedo und Ribadesella betroffen sein könnten, welchen Zuschnitt die Zonen erhalten und welche Maßnahmen die Regionalregierung tatsächlich vorschlägt, wird erst mit den Einleitungsbeschlüssen und den anschließenden Beteiligungsschritten sichtbar. Bis dahin bleiben Umfang und Zeitplan vorläufig.

Mit der nun angekündigten Verfahrenseinleitung setzt die Regionalregierung von Asturien auf ein gestuftes Vorgehen: zunächst zwei klar umrissene Fälle, flankiert von weiteren Untersuchungen in Muros del Nalón und Siero. Der Ausgang hängt von den anstehenden Gutachten, den Stellungnahmen der Kommunen und der politischen Mehrheitsbildung in der Junta General ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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