Asturien

Asturien gibt Frauen Vorrang bei Lizenzen für die Entenmuschel-Ernte

Die Regionalregierung vergibt in der Kampagne 2026/2027 erstmals zwei Zusatzpunkte an Bewerberinnen für die Percebes-Bewirtschaftungspläne. Die Regelung steht seit 28. September 2026 im Amtsblatt BOPA.

Die Regierung des Principado de Asturias hat am 28. September 2026 im Boletín Oficial del Principado de Asturias (BOPA) die Regeln für die Kampagne 2026/2027 zur Ernte von Percebes (Entenmuscheln) veröffentlicht. Erstmals erhalten Frauen bei der Vergabe der Plätze in den Bewirtschaftungsplänen zwei zusätzliche Punkte. Die Maßnahme soll den Zugang von Frauen zu einem traditionell männlich geprägten Teilsektor der Küstenfischerei erleichtern und tritt mit der Veröffentlichung in Kraft.

Die Kampagne ist laut Bekanntmachung grundsätzlich für den Zeitraum vom 1. Oktober 2026 bis zum 30. April 2027 vorgesehen. Das Bewertungsschema umfasst neben den zwei Punkten für Frauen weitere Kriterien: Fünf Punkte gehen an Personen, die im unmittelbar vorangegangenen Jahr auf einem Schiff der dritten Liste mit Heimathafen in Asturien beschäftigt waren. Zwei Punkte erhalten junge Armadores unter 40 Jahren. Zusätzlich werden Punkte für die Dauer der Zugehörigkeit zur jeweiligen Cofradía de Pescadores vergeben sowie für die ununterbrochene Eintragung im Régimen Especial del Mar. Wer zuvor erfolglos eine Platzvergabe beantragt hat, bekommt einen weiteren Punkt angerechnet.

Mit der Neuerung greift die Regionalregierung in das Vergabesystem ein, das darüber entscheidet, wer an den asturischen Abschnitten des Atlantiks legal Percebes ernten darf. Die Regel orientiert sich an vorhandenen Kapazitäten der Bewirtschaftungspläne, die von den zuständigen Verwaltungen in Abstimmung mit den Fischereigenossenschaften festgelegt werden. Rechtlich maßgeblich ist der Wortlaut der im BOPA veröffentlichten Resolution. Zuständigkeiten für Detailfragen – etwa bei gemeinsamer Inhaberschaft, der Anrechnung von Beschäftigungszeiten oder der Anerkennung von Erfahrungsnachweisen – sind darin den Fachabteilungen der Verwaltung zugewiesen.

Die punktuelle Bevorzugung von Bewerberinnen fügt sich in eine breitere Politik des Principado de Asturias ein, die seit 2026 darauf abzielt, die Präsenz von Frauen in ländlichen und maritimen Berufen zu erhöhen. Der Ansatz kombiniert Gleichstellungsziele mit der Sicherung des beruflichen Nachwuchses im Fischereiwesen. Ob die zusätzlichen Punkte die Zusammensetzung der Teams messbar verändern, hängt von der Zahl der Bewerbungen, den verfügbaren Plätzen und der regionalen Nachfrage nach Lizenzen ab. Aussagen über langfristige Wirkungen bleiben eine Prognose und bedürfen weiterer Datengrundlagen, etwa aus künftigen Bewerbungsrunden und Auswertungen der Kampagne 2026/2027.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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