Asturien

Asturien: Beobachtungsstelle meldet 12 Angriffe auf Religionsfreiheit im Jahr 2025

Das Observatorio para la Libertad Religiosa y de Conciencia beziffert die Fälle in Asturien 2025 auf zwölf und damit auf doppelt so viele wie 2024.

Das Observatorio para la Libertad Religiosa y de Conciencia hat am 16. September 2026 für die autonome Gemeinschaft Asturien zwölf Angriffe auf die Religionsfreiheit im Jahr 2025 gemeldet. Nach Angaben der spanischen Beobachtungsstelle sind das doppelt so viele wie 2024, als sechs Fälle erfasst wurden. Die aktualisierte Regionalbilanz ist Teil der landesweiten Jahresauswertung für 2025.

Als Angriffe listet der Bericht unterschiedliche Kategorien. Dazu zählen Beschädigungen an religiösen Einrichtungen sowie Vorfälle, die das Observatorium als „escarnio“ (verspottende Herabsetzung) oder „vejaciones“ (Schikane) einordnet. In der regionalen Berichterstattung wird unter anderem eine bei einer Demonstration am 8. März 2025 in Gijón gezeigte verspottene Darstellung der Virgen de Covadonga genannt. Dieser Vorfall wurde öffentlich kritisiert und mündete in Beschwerden; er wird vom Observatorium als Beispiel für das Verunglimpfen religiöser Symbole geführt. Die Zurechnung solcher Geschehnisse zur Religionsfreiheit-Statistik folgt der Methodik der Einrichtung, die gezielte Herabsetzungen von Glaubenssymbolen und die Schikane von Gläubigen als Angriffe zählt.

Im landesweiten Kontext meldet die Beobachtungsstelle für ganz Spanien im Jahr 2025 insgesamt 306 Angriffe auf die Religionsfreiheit – den höchsten Wert seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2012. Zuwächse sieht der Bericht vor allem in den Kategorien „laicismo beligerante“, in Angriffen auf religiöse Orte und bei direkten „vejaciones“ gegen Gläubige. Die Zahlen für Asturien reihen sich in diesen Trend ein, bleiben absolut aber vergleichsweise niedrig. Zugleich verweisen Beobachter darauf, dass wenige öffentlich sichtbare Vorfälle in einer Region die Wahrnehmung stark prägen und in der Statistik deutlich ins Gewicht fallen können.

In einzelnen Fällen führten die Vorwürfe zu Anzeigen und öffentlichen Stellungnahmen. Bestätigte, rechtskräftige Gerichtsentscheidungen zu den genannten Beispielen liegen nach derzeitigem Stand nicht flächendeckend vor. Zu unterscheiden sind daher: die vom Observatorium dokumentierten Vorfälle, die Darstellungen in den Medien und mögliche spätere juristische Bewertungen.

Die jetzt veröffentlichten Zahlen präzisieren frühere Meldungen: Für 2024 hatte die Beobachtungsstelle für Asturien sechs Angriffe verzeichnet. Die aktuelle Übersicht für 2025 bietet damit einen Vergleich, der eine deutliche Zunahme zeigt und Debatten über den Umgang mit religiösen Symbolen im öffentlichen Raum, die Grenzen der Meinungsfreiheit sowie den Schutz vor Diskriminierung neu belebt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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